Keine Angst vor der Technik

Zu dem Informationsabend hatte VdK Vorsitzender Albin Zeitler (rechts) Anita Busch, Jasmin Brunner und Johannes Prechtl (von links) eingeladen. Bild: jzk
Lokales
Kastl
13.11.2014
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In der Regel verbringen ältere Menschen ihren Lebensabend lieber zu Hause als im Seniorenheim. Inzwischen gibt es in vielen Kommunen Dienste, die helfen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Aber auch technische Hilfsmittel können einen Umzug hinauszögern.

(jzk) "Altersgerechte Wohnungen sind die beste Investition für eine immer älter werdende Gesellschaft", war die Kernaussage beim Informationsabend des VdK im Sportheim. Mit Anita Busch, Johannes Prechtl und Jasmin Brunner von "Leben+" hatte Vorsitzender Albin Zeitler drei Experten eingeladen. "Älter werden muss kein Problem sein", betonte er im Sportheim.

"Nützen Sie die technischen Hilfen im Alter, damit sie länger in ihren eignen vier Wänden leben können", hieß es in dem Film, den Zeitler den Senioren vorführte. Der Beitrag zeigte, wie ein altersgerechter Haushalt ausgerüstet sein sollte. Technische Unterstützungssysteme, intelligente Arbeitsgeräte und ausgeklügelte Sicherheitssysteme können das Leben wesentlich erleichtern.

Anita Busch vom Landratsamt Tirschenreuth stellte die kommunale Beratungsstelle im Landkreis vor. Diese richte sich an ältere Bewohner und Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten, "um ihnen ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben im Alter oder mit ihrem Handicap zu Hause zu ermöglichen", erklärte die zertifizierte Wohnberaterin. Ihre Beratungsschwerpunkte seien Wohnraumanpassung, Technik im Alter, Hilfsmittelberatung und die Umgestaltung der eigenen Wohnung.

Musterwohnung

Sie informiere, wie "durch den Einsatz von technischen Hilfsmitteln, eine veränderte Ausstattung oder bauliche Maßnahmen die Wohnsituation seniorengerecht gemacht werden" könne. In Tirschenreuth sei eine Musterwohnung eingerichtet worden, die jederzeit besichtigt werden kann. Auf Wunsch erfolge die Wohnberatung auch zu Hause. Mit eingeschlossen seien Auskünfte über Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten sowie Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen.

"Die meisten von ihnen wollen so lange wie möglich in der eigenen Umgebung leben und dort auch im Alter die Lebensqualität erhalten", wusste Johannes Prechtl vom BRK Assistance Leben+ in Kemnath. Aber um das zu schaffen, sei oft eine Vielzahl von unterschiedlichen Dingen zu verändern, die auf diese Anforderungen abgestimmt werden müssen. "Wir haben in den letzten Jahren ein Netzwerk aufgebaut, das es den Bürgern ermöglicht, viele Informationen und Dienstleistungen aus einer Hand abrufen zu können." Beratung und Vermittlung aus einer Hand schafften ein umsorgtes Leben zu Hause. Als Beispiele für eine gute Bürgerversorgung nannte Prechtl die Hilfe rund ums Haus, den Hausmeister-, Medikamenten-, Formalitäten- und Einkaufsservice, die vielfältigen Unterstützungshilfen für den Alltag und die regionale Bauernkiste. Die Beratung sei für alle Bürger kostenlos, "nur das Begleiten längerer Hilfsprozesse ist kostenpflichtig".

Jasmin Brunner erklärte die Vorteile und die Funktionsweise des BRK-Hausnotrufs. Albin Zeitler bot den Kastler Senioren im Frühjahr eine weitere Infoveranstaltung an.
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