Ladykillers finden reichlich Beute

Peter Wittmann (roter Anzug) und die neun Ladykillers seines Ballhausorchesters begeisterten mit Chansons und Schlager der 20er und 30er Jahre das Kastler Publikum. Bild: jp
Lokales
Kastl
12.10.2014
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Kein Pardon kannten die Ladykillers des Ballhausorchesters im Kastler Festzelt. Hit um Hit aus den 20er und 30er Jahren, von Chanson bis Schlager, begeisterten das Publikum.

Etwas besonderes hatte sich der Kastler Kulturverein für den Freitagabend der Roum-Kirwa in Kastl einfallen lassen und Peter Wittmann und sein Ballhausorchester für verpflichtet.

Das Ballhausorchester und sein Conferencier und Sänger Peter Wittmann haben sich der Musik der 20er und 30er Jahre verschrieben, ihr Motto: "Ladykillers - Schlager und Chansons von männerverschlingenden Frauen und frauenmordenden Männern". Das Ensemble ist im Weidener Raum beheimatet, wobei einige Mitglieder aus Cham, Nürnberg und Bayreuth kommen und auch im Hauptberuf als Musiker tätig sind. In verschiedenen Besetzung existiert es seit Mitte der 90er Jahre.

In Frack und mit Fliege

Nachdem Kulturvereinsvorsitzende Dr. Anita Meier die Gäste im Festzelt begrüßt hatte, trat das Ballhausorchester, angeführt von Peter Wittmann, mit unterkühltem Charme- vor sein Publikum. Schon zeigten die Ladykillers ihre "Beute". Sänger Peter Wittmann stellte seine neun Musiker vor, die, stilecht in Frack und mit Fliege gekleidet, die glamouröse Zeit der Epoche zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg widerspiegelten.

Die zehn Herren legten dann mit einem Feuerwerk an alten und neuen Liedern, darunter Tango, Rumba, Charleston oder langsamer Walzer, los. Peter Wittmann trug mit rollendem R und ausdrucksstarker Mimik so manchen Schlager vor, zu dem die Großeltern schon das Tanzbein geschwungen haben. So "Fräulein, pardon - ich glaub wir kennen uns schon" oder "Carmen, hab Erbarmen" und natürlich das Lied "Was kann der Stefan denn dafür, dass er so schön ist". Im Orginal heißt es natürlich Sigismund, aber ein bisserl Lokalkolorit über die Liebe der Kastler zu den Bewohnern des Utzenhofer Tals (Dooler) und umgekehrt musste ja sein.

Die Damenwelt tobt

Auch das Stück des Palastorchesters über den Rinderwahn ("Sag wo die Rinder warn") oder ein Gedicht von Dieter Hildebrand durfte im Programm nicht fehlen. Ladykiller Georg Obermeier riss mit seinen Einlagen die Damenwelt geradezu vom Hocker sprich der Bierbank.

Auch der bekannte Schlager "Was macht der Meier denn im Himalaya" und der Rumba "Roter Mond" gefielen dem Publikum. "Unter einem Regenschirm am Abend", "Der kleine grüne Kaktus am Balkon", "Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da" und zum Abschluss "Schlafen geht das kleine Saxofon" rundeten den Abend ab.

Das Ballhausorchester, dem es in Kastl sichtlich gefiel, gab noch einige hartnäckig geforderte Zugaben, ehe die begeisterten Zuhörer die Musiker und ihren Chef Peter Wittmann mit nicht enden wollendem Applaus verabschiedeten.
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