Millionenschwere Bauprojekte

Mühsam bricht der Bagger mit dem Felsmeißel die Fundamentgräben für die rund 60 mal 20 Meter (1200 Quadratmeter) große Bodenplatte aus dem Felsgestein. Bild: jp
Lokales
Kastl
08.10.2015
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In der Kastler Marktratssitzung gab es einige herausragende Themen, mit denen die Gemeinde in die Zukunft investieren will. Zum Beispiel soll der Kindergarten 2017 saniert, umgebaut und erweitert werden.

Rund 1,5 Millionen Euro wird das kosten. "Auf die Gemeinde", informierte Bürgermeister Stefan Braun, "kommen dann rund eine Million Euro, davon über die Hälfte an staatlichen Zuschüssen, zu. Das restliche Drittel bestreitet die Kirche. Nach Fertigstellung wäre unter Umständen die Gründung einer naturnahen Kindergartengruppe möglich, für die derzeit der Platz fehlt.

Verein sucht Vorstand

In Kastl besteht ein Krankenpflegeverein mit rund 170 Mitgliedern. Dessen 2. Vorsitzender Hans Brandl war bei der Sitzung anwesend und stellte dem Marktrat die Aufgaben dieses Vereins vor, der vom Fahrdienst zum Arzt (111 Fahrten 2014) bis zur Haushaltshilfe von alleinstehenden Senioren reicht. Die Mitglieder beraten und helfen beispielsweise bei Schriftverkehr mit Behörden.

Anfang 2016 hören die Vorsitzenden Hans Klier und Hans Brandl aus Altersgründen auf. Nun stellt sich die Frage nach den Nachfolgern. Im Krankenpflegeverein selbst will sich keiner als Vorsitzender zur Verfügung stellen, so dass sich eventuell der an sich gesunde Verein auflöst. Dies hätte erhebliche Nachteile für die Betreuung der Kastler Senioren, betonte Brandl. Eventuell findet sich aus der Riege der Markträte ein adäquater Nachfolger. Bürgermeister Stefan Braun lobte den Krankenpflegeverein als Pfeiler der Seniorenhilfe in Kastl. Er sollte vielleicht organisatorisch etwas anders aufgestellt werden, um einen neuen Vorsitzenden zu entlasten. "Vielleicht kann auch das Seniorennetzwerk des Landkreises helfen, das in Bälde in Betrieb gehen soll", meinte Braun.

Weiter gab der Bürgermeister bekannt, dass die neue Rettungswache im alten Feuerwehrhaus pünktlich zum 1. Oktober in Betrieb gegangen ist (wir berichteten). Dies sei ein wesentlicher Beitrag zur Lebensrettung für den gesamten Kastl-Lauterhofener Raum.

Bodenplatte aus Beton

Braun informierte, dass der Neubau des Feuerwehrzentrums mit Bauhof und Rettungswache auf dem ehemaligen Baywa-Gelände begonnen hat. Nach einer Ausschreibung mit neun Anbietern legte die Firma Raab das wirtschaftlichste Angebot vor und erhielt den Zuschlag für die rund 1200 Quadratmeter große Bodenplatte aus Beton. Derzeit laufen die Baggerarbeiten. Wegen des steinigen Bodens müssen die Fundamentgräben mit dem Felsmeißel erst mühsam herausgebrochen werden. "Wir sind aber guter Dinge, dass bis zum Winter der Rohbau steht."

Auch gab Braun bekannt, dass im Zuge des Ausbaus der Lauterachtalstraße verschiedene Grundstücke zwischen dem Markt Kastl und dem Freistaat Bayern getauscht wurden.

Mit dem Architekturbüro Spindler wurde ein Vertrag geschlossen, der die anstehende Dorferneuerung in Pfaffenhofen, Deinshof und Giggelsberg regelt,begleitet und unterstützt.
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