Monokulturen gefährden Bestände langfristig
Wald braucht Zukunft

Bei Waldbauern stehen Laubgehölze oft im Ruch, bestenfalls Brennholz-Stauden zu taugen. Forstwirte sehen hingegen in Mischbeständen Garanten für langfristig stabile Bestände. Bild: hfz
Lokales
Kastl
25.10.2014
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"Waldzukunft - Zukunftswald" hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) eine zweigliedrige Fortbildung im Forstrevier Kastl betitelt. Der praktische Teil führte die Teilnehmer in den Wald rund um Oberleinsiedl. Ähnlich wie Fettleibigkeit, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel oder Rauchen beispielsweise die Herzinfarkt-Gefahr erhöhen, so vergrößern bestimmte Faktoren die Anfälligkeit von Waldbeständen, hieß es.

Dazu zählen beispielsweise schwierige Böden, reine Nadelholzkulturen oder ausbleibende Durchforstung. Laut einer Pressemitteilung könnten derartige Ungleichgewichte die Gefahr eines Borkenkäfer-Befalls, von Sturmwürfen oder Schneebruch deutlich erhöhen. Der natürliche Zuwachs werde gefährdet und eine einseitige Auslaugung des Bodens sei die Folge.

Die Fortbildung befasste sich deshalb mit Maßnahmen, derartigen Tendenzen entgegenzuwirken. Zudem war Thema, welche Veränderungen klimatischer Natur noch auf den Wald zukommen. Als ein wirksames Gegenmittel gelten Laubhölzer wie Buchen und Eichen. Entsprechende Beispiele wurden von den Teilnehmern im Gemeindegebiet von Ursensollen vor Ort angeschaut und auch wirtschaftlich analysiert.
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