Raubvögel machen den Taubenfreunden zu schaffen
Einige haben schon aufgegeben

Die Kastler Taubenfreunde ehrten langjährige Mitglieder (von links): Vorsitzender Willi Fehlner, Rainer Metschl, Bürgermeister Stefan Braun, Sandra Wisgickl und Georg Stepper. Bild: jp
Lokales
Kastl
05.03.2015
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Die Kastler Taubenfreunde klagen über hohe Verluste: Etliche ihrer gefiederten Freunde sind Raubvögeln zum Opfer gefallen. Dieses Thema kam bei der Jahreshauptversammlung der Taubenvereine Reise- und Brieftaube Kastl zur Sprache.

Vorsitzender Willi Fehlner berichtete, dass die Zahlen von Raubvögeln wie Habicht, Sperber und Wanderfalke sowie Nesträuber wie Elstern und Krähen zunähmen. Während der Habicht (geschützter Vogel des Jahres) die wertvollen Tauben entlang der Auflassrouten, aber auch zu Hause dezimiere, fielen die überhand nehmenden, ebenfalls geschützten Nesträuber über brütende Singvögel her und vernichten deren Nester und Gelege. Einige Taubenfreunde hätten wegen der hohen Verluste durch den Hacht ihren Sport bereits vorübergehend oder gar endgültig aufgegeben.

Flug endet im Desaster

Der Verein hat derzeit 63 Mitglieder. Die Preisflüge verliefen nach den Worten des Vorsitzenden wegen der Witterung heuer recht unterschiedlich. Im Altflug wurden rund 1800 Tauben mit 499 Preisen eingesetzt, im Jungflug waren es 570 Tauben und 160 Preise. "Supertauben" hatten die Züchter Lothar Lutter, Georg Stepper, Willi Fehlner und Alois Lang. Eines der Tiere schaffte sogar die 300 km lange Flugstrecke von Hockenheim ins Lauterachtal in knapp drei Stunden: Mit Rückenwind entspricht das einem Tempo von 100km/h. Der sogenannte Nationalflug von Margival in Frankreich über 650 km endete wegen einer Gewitterfront im mittelfränkisch-Oberpfälzer Raum mit einem Desaster. Die Züchter hatten Glück im Unglück: Ihre wertvollen Tauben kehrten am nächsten Tag zurück - wenn auch patschnass und erschöpft.

Treue Mitglieder geehrt

Fehlner erinnerte an Favoritenschau, Vorsorgeuntersuchungen, Kotproben und Impfbescheinigungen für 2015. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Kameradschaft bei den Kastler Tauberern nicht zu kurz kommt. Sie treffen sich sogar einmal in der Woche zu einem Stammtisch, dem sich auch Nichttauberer anschließen.

Bürgermeister Stefan Braun dankte Adolf Kölbl, einem Urgestein der Taubenfreunde, für seine fast 40-jährige Tätigkeit als Vorsitzender. Zusammen mit Willi Fehlner zeichnete er dann einige langjährige Mitglieder aus. Geehrt wurden: für 50 Jahre Rainer Metschl, für 30 Jahre Hans Raab, für 20 Jahre Herbert Gehring, Wolfgang Burger, Isabell Stepper und Sandra Wisgickl.
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