Rettungswache 71/8 Amberg mit Standort Kastl in Betrieb genommen
Helfer nun viel schneller vor Ort

Sie freuten sich über den Zuschlag für Kastl (von links): Landrat Richard Reisinger, Andreas Dommer von der Rettungsleitstelle Amberg, Bürgermeister Stefan Braun, Diakon Peter Bublitz, Oberbürgermeister Michael Cerny, Bernd Voggenreither vom BRK Amberg, Rettungssanitäter Florian Kaufmann, Kreisvorsitzender Gerd Geismann, Rettungssanitäter Yann Schmidt, Einsatzleiter Dieter Honig und Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich. Bild: jp
Lokales
Kastl
06.10.2015
63
0
Mit der Funkanmeldung 71/8 Amberg wurde die Kastler Rettungswache am Morgen des 1. Oktober in Betrieb genommen. Zuvor hatte der Kreisgeschäftsführer des BRK Amberg-Sulzbach, Björn Heinrich, viele Ehrengäste zu einem Weißwurstfrühstück eingeladen, "um diesem großartigen Ereignis die nötige Aufmerksamkeit in Kastl zuteil werden zu lassen", wie er sagte. Die Wache ist derzeit noch im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses untergebracht, der Rettungswagen steht daneben. Heinrich freute sich, dass das BRK Amberg-Sulzbach bei der Ausschreibung zum Zuge gekommen ist.

Oberbürgermeister und Zweckverbandsvorsitzender Michael Cerny sowie Landrat Richard Reisinger betonten, dass es sehr wichtig sei, auch auf dem Land Rettungswachen zu haben, da sich dadurch die Rettungswege enorm verkürzen. Bürgermeister Stefan Braun freute sich ebenfalls über die "dringend notwendige Rettungswache", die nun in Kastl sei, wo sie in naher Zukunft ins geplante neue Feuerwehrzentrum eingegliedert wird.

Ein Gutachten des Bayerischen Innenministeriums hat ergeben, dass die geforderten zwölf Minuten Rettungsweg nach Kastl, Lauterhofen, Hohenburg und Illschwang, dem neuen Einzugsgebiet der Rettungswache, selbst bei rasantester Fahrweise von Amberg oder Neumarkt nicht zu schaffen sind und deshalb eine Rettungswache vor Ort gebraucht wird. Hier im speziellen Fall werden die Rettungssanitäter auch im Landkreis Neumarkt und damit für die Rettungsleitstelle Regensburg mit Dienst leisten. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, betonten die Verantwortlichen. Braun: "Damit ist der Standort Kastl gut aufgestellt mit den Helfern vor Ort, der Rettungswache der Bergwacht im Lauterachtal und jetzt mit der Wache bei der Feuerwehr in Kastl. Ein Dienst, der allen Hilfebedürftigen und Verletzten zugute kommt."

Im Anschluss ging es ins Freie, wo der nagelneue Rettungswagen im Wert von rund 400 000 Euro parkte. Diakon Peter Bublitz segnete das Einsatzfahrzeug, bat Gott, dass durch dieses Spezialfahrzeug viele Menschenleben gerettet werden und weihte es ein. Bürgermeister Braun nahm nun die Rettungswache Kastl unter dem Funkruf 71/8 Amberg in Betrieb und meldete sie bei der Rettungsleitstelle in Amberg an.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.