Säckel für Ausgaben gut gefüllt

Bürgermeister Josef Etterer sowie die Fraktionssprecher Haus Walter (CSU, von links) und Elisabeth Streng (Freie Wähler) lobten den scheidenden Kämmerer Bruno Haberkorn (von rechts) für seine jahrzehntelange Arbeit bei der Erstellung des Haushaltes. Bild: wew
Lokales
Kastl
25.04.2015
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Die Vorstellung des Haushaltsplanes 2015 bestimmte in erster Linie die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung. Aber nicht nur wegen der Zahlen stand Kämmerer Bruno Haberkorn im Mittelpunkt.

(wew) Der ehemalige Kastler Bürgermeister erläuterte nach rund 30 Jahren zum letzten Mal den geplanten Etat der Kommune. Bruno Haberkorn blickte dabei trotz steigender Belastungen für den Gemeindesäckel in den nächsten Jahren positiv in die Zukunft.

Laut Kämmerer steigt der Verwaltungshaushalt vor allem aufgrund der Personalausgaben auf 2 275 000 Euro. Der Vermögenshaushalt erhöht sich nach seinen Berechnungen auf 753 000 Euro. Durch den Anstieg der Schlüsselzuweisungen auf 203 000 Euro könne die vom Kreistag auf 48,25 Prozentpunkte festgesetzte Kreisumlage geschultert werden, erklärte Haberkorn.

Da die Gemeinde durch umsichtige Haushaltsführung und ein noch befriedigendes Gewerbesteueraufkommen schuldenfrei sei, fielen keine Zinsausgaben an. Lediglich die Beiträge in den Gebührenkalkulationen müssten durch die anstehenden Investitionen bei der Wasserversorgung neu berechnet werden. Alleine 300 000 Euro netto werde die Sanierung des Tiefbrunnens 2 kosten. Dazu kämen Ausgaben, um die Verlängerung des Wasserrechts zu erhalten. Trotz zu erwartender Aufwendungen für die Feuerwehr, den Kinderspielplatz und den Bauhof könnten rund 50 000 Euro den Rücklagen zugeführt werden. 2016 erwartet Haberkorn eine deutliche Erhöhung der Kreisumlage auf 860 000 Euro. Dies könne dank der Rücklagen jedoch ohne Neuverschuldung geschultert werden.

Die Hebesätze für die Grundsteuer A bleiben mit 275 von Hundert ebenso unverändert wie die für die Grundsteuer B mit 320 von Hundert. Im Stellenplan, den Geschäftsleiter Reinhard Herr vortrug, sind unverändert 10,0 Vollplanstellen vorgesehen, davon allein 7,0 im sozialen Bereich. Die Gemeinde beschäftigt weiterhin 18 Personen.

Die vielbefahrene Donatusstraße hatte vor einigen Jahren vier Einengungen zur Reduzierung der Geschwindigkeit erhalten. Die Fraktion der Freien Wähler stellte den Antrag, diese erneut für ein Jahr zu errichten und eine Messeinheit zur Klärung der Wirksamkeit zu installieren. Erst wenn diese Messergebnisse bekannt seien, könne über eine Dauereinengung entschieden werden. Die Mehrheit der Räte entschied sich jedoch gegen diesen Antrag, da kein wirklicher Bremseffekt zu erkennen gewesen sei.

Beim Strombezug für die gemeindlichen Bereiche und Einrichtungen entschied das Gremium einstimmig für die Beteiligung an der europaweiten Bündelausschreibung für die Jahre 2017 bis 2019. Außerdem wurde beschlossen, zu 100 Prozent Ökostrom einzusetzen.

Ebenfalls einig waren sich die Ratsmitglieder, der Kindertagesstätte Pusteblume für 2015 den Qualitätsbonus plus in Höhe der staatlichen Förderung zu gewähren, die für Maßnahmen der Qualitätsverbesserung eingesetzt werden müssen.

Der Bauhof erhält ein Stromaggregat, eine Heckschaufel und einen Transporters mit Inneneinrichtung für das Wasserwerk.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils erteilten die Ratsmitglieder dem Bauantrag von Andreas Sticht (Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage im Gemeindegebiet Reuth bei Kastl) und der Bauvoranfrage von Josef Raps (Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Kastl) ihren Segen.
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