Wasserpreis schießt in die Höhe

Lokales
Kastl
10.12.2014
5
0

Die in die Jahre gekommene Wasserversorgung für Flügelsbuch, Reusch und Aicha muss dringend saniert werden. Das schlägt 2015 voll auf den Kubikmeterpreis durch. Die Gebühren erhöhen sich um mehr als das Doppelte.

Auf dieses Weihnachtsgeschenk hätten die Einwohner von Flügelsbuch, Reusch und Aicha wohl gerne verzichtet. Doch es hilft alles nichts: Die Wasserversorgung muss auf den neuesten technischen Stand gebracht werden. Wie Bürgermeister Stefan Braun bei der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte, werde der Preis für den Kubikmeter Wasser für die betroffenen Haushalte von derzeit 87 Cent auf zwei Euro steigen. Die Erhöhung greife ab 2015. Das Vorgehen sei mit den Betroffenen abgesprochen. Erst vor kurzem habe er die Lage mit ihnen erörtert. Der Gemeinderat segnete nun das Prozedere ab.

Neue Windräder

In der Nähe der Marktgemeinde Kastl könnte es schon bald wieder neue Windräder geben. Die Stadt Velburg plane an der Grenze zu Seubersdorf, einen Windpark zu errichten, berichtete Braun. Der Marktgemeinderat stimmte dem Flächennutzungsplan als Nachbar und Träger öffentlicher Belange zu.

Für die Vernetzung der Seniorenarbeit und der Nachbarschaftshilfe in den Gemeinden des Naturparks Hirschwald soll in Kürze eine Fachkraft eingestellt werden, die ihren Sitz in Kümmersbruck hat. Der gemeinsame Seniorenbetreuer soll für die beteiligten Gemeinden unter anderem Besuchs- und Fahrdienste organisieren oder bei Behördenangelegenheiten helfen. Der Markt Kastl beteiligt sich mit einem Zuschuss an dem Projekt, das zunächst auf zwei Jahre angelegt ist.

In seinem Rückblick auf das Jahr zog der Bürgermeister zufrieden Bilanz. Er erinnerte vor allem an die Anschaffung des Digitalfunks für die Feuerwehr, die Restzahlung für den Kastler Steinstadel, die Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet Kastl-Süd und den Abbruch des ehemaligen Baywa-Silos. Auch die Turnhallensanierung nach dem Wasserschaden habe die Gemeinde ein schönes Sümmchen gekostet. Die Dorferneuerung von Pfaffenhofen, Giggelsberg und Deinshof soll in Kürze in Angriff genommen werden.

Der Gemeinderat entschied auch über eine Reihe von Bauanträgen. In Umelsdorf wollte Michael Fromm im Außenbereich und im Überschwemmungsgebiet des Wihrlbachs ein Wohnhaus errichten. Da der Antragsteller nicht privilegiert ist, lehnte der Gemeinderat dieses Ansinnen ab. Den geplanten Wohnhausumbau von Manuel Fromm in der Siedlung in Utzenhofen genehmigt das Gremium hingegen.

Erst später bauen

Claudia und Hubert Geier stellten eine Bauvoranfrage auf Einzelbebauung einer Außenfläche, die jetzt noch Wald am Schneiderberg in Pfaffenhofen ist. Das Gebiet liegt im Landschaftsschutzgebiet, außerdem sind noch ausreichend Bauplätze am Schneiderberg vorhanden, so dass eine Bebauung derzeit nicht möglich ist. Sollte sich dies ändern, verkaufen die Antragsteller einen Teil ihres Grundstücks an die Gemeinde für eine eventuelle Bebauung im Zuge einer Ortsabrundung zu einem jetzt festgelegten Preis. Die Vereinbarung und der Preis gelten 15 Jahre.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.