Werbung für verkannten Sport

Lokales
Kastl
03.11.2015
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SPD-Bundestagsabgeordneter Franz Zebisch begründete 1976 die Tradition, seine Nachfolger Ludwig Stiegler, Werner Schieder und seit 2013 Ulrich Grötsch führten sie fort: Zum 39. Mal maßen sich am Samstag Sportschützen aus den fünf nordoberpfälzischen Schützengauen beim "MdB-Uli-Grötsch-Vergleichsschießen".

Der Gastgeber war auch gleichzeitig Mannschaftssieger: Der Schützengau Armesberg des Oberpfälzer Schützenbundes (OSB) belegte den ersten Platz in der Mannschaftswertung und gewann den Wanderpokal des MdB-Uli-Grötsch-Vergleichsschießens. Aus jedem der fünf Schützengaue des Bundestagswahlkreises Weiden/Neustadt/Tirschenreuth nahmen zwölf Schützen teil, davon sieben Luftgewehr- und fünf Luftpistolenschützen.

Unverzichtbare Arbeit

"Dieser Wettbewerb soll den Nordoberpfälzer Schützengauen Gelegenheit geben, sich regelmäßig zum fairen Kräftemessen zu treffen", erklärte Grötsch. Ihm selbst sei aus seiner Jugend unvergessen, dass die Mitgliedschaft im Schützenverein eine Selbstverständlichkeit gewesen sei. Seit damals habe sich an der Bedeutung der Schützengesellschaften und der anderen Vereine nichts geändert: "Stützen der Gesellschaft" seien sie, die unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit leisteten - "das zeigt sich gerade jetzt bei der Flüchtlingsbetreuung."

Austragungsort war das "Hubertus"-Schützenheim in Kastl. Mit seinen 36 modernen Luftdruckwaffen-Schießständen bot es den 60 Teilnehmern ideale Austragungsbedingungen. Mit der tadellosen Abwicklung des Wettbewerbs in ihrem modern ausgerüsteten Vereinsdomizil wie auch mit ihrer sonstigen Arbeit machten die "Sportschützen Einigkeit Hubertus 1921" die "beste denkbare Werbung für diesen Sport", lobte der Kastler Bürgermeister Josef Etterer.

Umgang mit Waffen lernen

Auch stimmte er Grötsch darin zu, dass die Schützenvereine zur Charakterbildung beitrügen: "Gerade hier lernen die Jugendlichen, dass der Umgang mit Waffen Vorsicht, Ernst und Verantwortung erfordert."

Über den guten Verlauf des "nicht alltäglichen Wettbewerbs" freute sich auch Gauschützenmeister Horst Lippert vom Schützengau Armesberg. Er dankte allen ehrenamtlichen Ausbildern und Mitarbeitern, die durch ihre Arbeit für die Vereine und Gaue diese anspruchsvolle Konkurrenz ermöglichten.
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