Wo die Heimat lebt

Therese Wittmann zeigte ihre Kunst mit dem Spinnrad. Bild: jp
Lokales
Kastl
11.06.2015
1
0

Im Heimatmuseum, das nach ihrem verstorbenen Mann benannt ist, steckt viel Herzblut von Anna Maria Weiß. Das merkte man beim Sommerfest deutlich.

Das Sommerfest des Heimatmuseums "Franz Weiß" bot am Sonntag einen kulturellen Leckerbissen. Zum sonnigen und stimmungsvollen Auftakt am Nachmittag erlebten die Gäste in dieser Naturoase ein buntes Programm mit Musik, Gesang, Tanz und Ausstellungen. Bis aus Nürnberg kamen Stammgäste angereist. Die Museumsbesitzerin Anna Maria Weiß freute sich über den großen Zuspruch und meinte: "Das Museum ist meine Leidenschaft und es liegt mir am Herzen, es der Nachwelt zu erhalten."

Schon 30 Jahre alt

Anna Maria Weiß setzt sich mit aller Energie und Sorgfalt dafür ein, dieses Denkmal, das ihr Mann Franz zusammen mit ihr und den drei Kindern in mühevoller Arbeit von 1981 bis 1986 geschaffen hat, als ein Stück Heimatgeschichte lebendig zu erhalten. Mit solchen Festen will sie erreichen, dass sie die Unkosten für den Erhalt decken kann.

Mit dem Programm zum Sommerfest versuchte Anna Maria Weiß wieder ein großes Publikum von Jung bis Alt anzusprechen. Die Besucher hatten Gelegenheit, das Inventar des Museums zu besichtigen. Bürgermeister Stefan Braun überbrachte als Mitglied des Kreistages an die Museumsbesitzerin die Grüße von Landrat Richard Reisinger, verbunden mit einem Scheck. "Als Schirmherr habe ich mit dem Sonnenschein mein Bestes gegeben", scherzte der Bürgermeister. "Unser Heimatmuseum ist was ganz Besonderes, wofür die Familie Weiß viel Zeit und Mühe opfert", lobte Braun. Dazu verwies der Bürgermeister auf die Exponate, die in den beiden Gebäuden untergebracht sind und auf die ganz Kastl stolz sei. Braun: "Wir sind sehr froh, dass die Familie Weiß bei uns weilt."

Einen Hauch aus längst vergangenen Tagen bot die inzwischen 87 Jahre alte Therese Wittmann aus Pfaffenhofen mit ihrem Spinnrad, mit dem sie seit ihrem 13. Lebensjahr Wolle spinnt.

Bodenständige Musik

Mit dem musikalischen Programm des Festes mit der Pischdorfer Wirtshausmusi und dem Männergesangverein Kastl war bodenständige Musikkultur angesagt. Aufgeschlossen zeigte sich die Museumsbesitzerin den jungen Besuchern und bot durch Tanja Lutter mit ihrer Tanzgruppe auf dem Museumshof den Zumba-Tanz. Jutta Hammer aus Kastl führte den Besuchern das Lach-Yoga vor, was für großen Beifall und für Begeisterung sorgte. Für Kinder hatte Gudrun Roithmeier aus Kastl eine Mal-Ecke eingerichtet. Christiane Bartl aus Kastl bot Geschenke aus Holz an, Georg Kotz aus Rieden hatte seine Drechsel-Arbeiten mitgebracht, Stephanie Schmidt zeigte ihr Gartendekor aus Metall und György Müller (Kastl) seine Schnitzkunst.

Anna Maria Weiß wies darauf hin, dass während der Sommermonate jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr Führungen durch das Museum geboten werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.