Pettenhofener Gruppe segnet ihren Haushalt ab
Verband braucht Kohle für die Kohle

Politik
Kastl
16.06.2016
13
0

Lauterhofen/Kastl. Rekordverdächtig nannte der Vorsitzende des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Pettenhofener Gruppe, Xaver Lang, in der Verbandsversammlung die im vergangenen Jahr verkauften 334 000 Kubikmeter Wasser. Einstimmig verabschiedet hat das Gremium bei dieser Sitzung seinen Haushalt von 2,089 Millionen Euro. Auf den Verwaltungshaushalt fallen dabei 865 800 Euro, auf den Vermögenshaushalt 1,2 Millionen Euro.

Schulden auf Tiefstand


Der Schuldenstand erreicht in diesem Jahr mit 168 481 Euro (40,07 Euro Pro-Kopf-Verschuldung) einen Tiefpunkt. Wie der Vorsitzende berichtete, ist heuer keine Kreditaufnahme vorgesehen. Als Höchstbetrag für Kassenkredite hat das Gremium 50 000 Euro festgesetzt. Für den Wasserverkauf 2016 wurden 344 000 Kubikmeter zugrunde gelegt, entsprechend dem Mittel der vergangenen zehn Jahre. Erfreulich nannte es der Vorsitzende, dass die Versorgungssicherheit durch den Notverbund mit der Gemeinde Alfeld erhöht wurde, um Engpässe zu kompensieren.

An Investitionen für den Notverbund Wöhrleinshof-Lieritzhofen sind im Etat 37 000 Euro eingeplant. Weitere 25 000 Euro sind für die Einzäunung des Hallerbrunnens vorgesehen und für den Wasserleitungsbau im Kooperationsgebiet 98 500 Euro. Für den Austausch der Ultrafiltration mit einer verbesserten Leistung sind 17 000 Euro eingeplant.

Photovoltaik war sinnvoll


Die Energiekosten bezifferte Kämmerer Wolfgang Klebl auf 65 800 Euro. Der Vorsitzende hofft, dass die Ersparnis über die Bündelausschreibung nicht durch Netzentgelte und Umlagen für erneuerbare Energien wieder aufgefressen wird. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Wasserwerk war nach Langs Meinung eine wichtige und sinnvolle Investition - wenn auch nur als "Tropfen auf den heißen Stein". Weitere Ausgaben in diesem Jahr sind mit 25 000 Euro für die Ausweisung des Wasserschutzgebietes Hallerbrunnen kalkuliert. 17 500 Euro fließen in die Erschließung des Alfelder Gewerbegebiets An der Autobahn. Für den Gewerbepark Lauterhofen-Süd und den Anschluss der Bauabschnitte Kreuzstein (Norma) und Bartläcker sind 46 100 Euro eingeplant.

Breits für 2017 und 2018 rechnet der Kämmerer damit, dass pro Jahr 400 000 Euro Fremdkapital benötigt werden, wenn der vorgesehene Bau der Aktivkohlefilteranlage in die Tat umgesetzt wird. Als Haupteinnahme im Verwaltungshaushalt führte er die Benutzungsgebühren an. Für diese hat er 511 700 Euro, darunter 457 000 Euro an Wassergebühren, angesetzt. Größter Ausgaben-Posten ist der allgemeine Betriebsaufwand von 371 500 Euro mit Unterhalt der Gebäude, Wasserleitungen, Geräte und Maschinen sowie Personalkosten.

174 Kilometer Leitungen


Wie der Vorsitzende informierte, werden im gesamten Verbandsgebiet 4205 Haushalte über 1397 Hausanschlüsse mit hochwertigem Wasser versorgt. Weiter teilte Lang mit, dass der Zweckverband mit der Übernahme der technischen Betriebsführung der Gemeinde Alfeld und des Marktes Kastl inzwischen für 174 Kilometer Wasserleitungen, etwa 2400 Hausanschlüsse, fünf Hochbehälter und sechs Wassergewinnungsanlagen zuständig sei. Er bedauerte, dass er die Planung zum Einbau der Aktivkohlefilteranlage nicht wie vorgesehen habe vorantreiben können, da das Wasserwirtschaftsamt Regensburg zunächst die Ausweisung eines Wasserschutzgebiets angeraten habe. Die Prüfung der Unterlagen für die Filteranlage soll in den nächsten Wochen abgeschlossen sein.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.