Staatsskretär Albert Füracker in Kastl
Bitte Behörden in die Klosterburg

Die CSU-ler von Kastl übergaben Albert Füracker die Bittschrift in Sachen Klosterburg und eine Wegzehrung bei der Versammlung im Forsthof in Kastl. Von links: Jürgen Rubenbauer (Ortsverband Pfaffenhofen), Bürgermeister Stefan Braun, Heimat-Staatssekretär Albert Füracker, Andreas Otterbein (Kastl) und Monika Breunig, stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende. Bild: jp
Politik
Kastl
23.06.2016
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Die Kastler Klosterburg soll bei der nächsten Behördenverlagerung mit Leben erfüllt werden. Das zumindest steht in einer Bittschrift, die Staatssekretär Albert Füracker übergeben wurde.

Albert Füracker, CSU-Bezirksvorsitzender und Staatssekretär im Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, war zu einer Stippvisite zu den Mitgliedern der Kastler CSU-Ortsverbände Kastl, Pfaffenhofen und Utzenhofen gekommen, um über aktuelle politische Themen zu diskutieren. Dabei wurde ihm von Bürgermeister Stefan Braun eine Bittschrift des Marktes Kastl übergeben, in der steht, dass bei der nächsten Behördenverlagerung doch die leerstehende Kastler Klosterburg berücksichtigt werden soll.

Nahtstelle der Wahlkreise


Füracker freute sich über seinen Besuch in Kastl, das er als Nahtstelle der Wahlkreise Amberg und Neumarkt sah. Dann ging er auf die allgemeine Stimmung im Land ein und meinte, dass es den Menschen in Bayern noch nie so gut ging wie jetzt.

Trotzdem macht sich Angst um den erarbeiteten Wohlstand, um die Identität der bayerischen Kultur und über die aufs Volk zukommende Ohnmacht aufgrund der Gesetzesflut breit. Die Flüchtlingskrise und alle damit verbundenen Ängste würden zur Verunsicherung beitragen. "Bayern hat bisher über drei Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe ausgegeben, Tendenz steigend, und wartet bisher vergeblich auf Bundeszuschüsse. Es ist unmöglich, auf einmal 1,2 Millionen Menschen, davon einige 100 000 Tausend unregistriert, ins Land zu lassen und zu erwarten, dass diese riesige Herausforderung gestemmt werden kann." Nach Meinung der CSU wären maximal nur 300 000 Personen pro Jahr verkraftbar. Auch die Geldpolitik und die niedrigen Zinsen stellen die Altersversorgung der Menschen in Frage. "Die Milchkrise, die Probleme der inneren Sicherheit und die Steuerlast der Bürger sind Dinge, die die CSU anpacken muss", erklärte der Politiker. In der Diskussion mit den Teilnehmern ging es vor allem um die ausufernde Kontrolltätigkeit verschiedener Behörden und Institutionen in den Landwirtschaft und um die übertriebene Dokumentationspflicht für die Landwirte, die bald nicht mehr zu schaffen ist. Ebenso sprachen die Teilnehmer die niedrigen Nahrungsmittelpreise und die immer noch vorhandenen Funklöcher beim Mobilfunk an, die verstärkt im Raum Kastl vorhanden sind.

Dazu bemerkte Füracker, dass Kontrollen sein müssen. "Die Lebensmittelskandale zeigen dies." Zum Thema Lebensmittelpreise meinte der Staatssekretär, dass die eigenständige Nahrungsmittelversorgung sehr wichtig sei, allerdings habe sich die Betriebsstruktur in der Landwirtschft total verändert. Die Technik fordere hohe Investitionen in Ställe und Maschinen und habe damit in Bayern die Nahrungsmittel-Überproduktion vorangetrieben, die jetzt eben Schritt für Schritt wieder zurückgeführt werden müsse. "Bayern wird versuchen, den Landwirten bei diesem Schritt unter die Arme zu greifen", versprach er.

Zum Thema Mobilfunk gab der CSU-Politiker folgenden Ratschlag: die Anbieter haben die Verpflichtung, rund 97 Prozent der Fläche abzudecken. "Die restlichen drei Prozent sind leider die schwarzen Löcher." Abhilfe könnte eine Sendeanlage auf dem Funkmast für den Digitalfunk bringen. In jedem Fall aber sollte man sich energisch an den Mobilfunkanbieter zwecks Abhilfe wenden.

Mit Leben erfüllen


Zum Abschluss bat Bürgermeister Stefan Braun den Heimat-Staatssekretär, sich bei der nächsten Behördenverlagerung an die leerstehende Kastler Klosterburg zu erinnern. "Damit diese bald wieder mit Leben erfüllt wird und nicht im Dornröschenschlaf versinkt." Albert Füracker versprach, sein Möglichstes für Kastl zu tun und sich in der CSU für eine Politik mit Augenmaß einzusetzen.

Die Milchkrise, die Probleme der inneren Sicherheit und die Steuerlast der Bürger sind Dinge, die die CSU anpacken muss.Staatssekretär Albert Füracker (CSU)
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