Wasser-Zweckverband investiert in Kastl
Neue Leitung hilft sparen

Politik
Kastl
15.06.2016
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Im BlickpunktZum Wasserverkauf berichtete Elmar Halk in der Verbandsversammlung der Pettenhofener Gruppe, dass die höchste Steigerung mit einem Plus von 76,1 Prozent in der Gemeinde Pilsach festgestellt worden sei. Der größte Anteil sei dabei auf die Haushalte entfallen - noch vor den Gewerbetrieben und der Landwirtschaft.

Im Einzelnen wurden in Lauterhofen 297 116 Kubikmeter verkauft, weitere 32 945 Kubikmeter in der Gemeinde Pilsach, 24 488 Kubikmeterin in der Gemeinde Berg, 20 458 Kubikmeter an den Markt Kastl und 6500 Kubikmeter an die Gemeinde Alfeld.

Den realen Verbrauch bezifferte der Wassermeister auf 248 Liter pro Tag und Einwohner. Der Wasserverlust betrug 5,8 Prozent: "Besser geht es nicht mit unseren Mitteln." Der Großteil des Arbeitsaufwands entfiel auf den Markt Kastl, der bislang noch nicht über eine Leittechnik verfügt. Deshalb muss der Brunnen täglich angefahren werden. (jp)

Noch heuer soll in Kastl die gesamte Wasserversorgung erneuert und mit einer Leittechnik ausgestattet werden: Das berichtete Bürgermeister Stefan Braun beim Zweckverband zur Wasserversorgung der Pettenhofener Gruppe.

Lauterhofen/Kastl. Für den Notverbund mit Alfeld entschied das Gremium in seiner Verbandsversammlung, dass ab dem Übergabeschacht bei Wörnleishof bis zur Einspeisung in Lieritzhofen auf 1280 Metern 150er-Gussleitungen verlegt werden. Das soll noch in diesem Jahr geschehen. Geplant ist die Baumaßnahme in Eigenregie und in Kooperation mit den drei Bauhöfen Lauterhofen, Happurg und Alfeld. Dadurch hofft Wassermeister Elmar Halk auf eine Gesamtersparnis von rund 50 000 Euro. Wie Verbandsvorsitzender Xaver Lang sagte, erhöhe dieser Notverbund die Versorgungssicherheit der Gemeinde Alfeld und des Zweckverbands. Ebenfalls noch für dieses Jahr vorgesehen sind die Erneuerung von Versorgungsleitungen in Pilsach und Kastl, der Armaturen von Versorgungsleitungen beim Ausbau der Neumarkter Straße in Lauterhofen und beim weiteren Ausbau der Bundesstraße 299 in Kastl. Außerdem werden am Wasserwerk in der Schlögelsmühle neue UF-Module eingebaut und in Kastl die Filter in Betrieb genommen.

Xaver Lang berichtete, dass der Zweckverband an einem Forschungsvorhaben mit "gleichräumig strukturierten Wasserversorgungen" in Süddeutschland mit Erfolg teilgenommen habe. Wie sich herausstellte, besteht Handlungsbedarf im Wasserschutzgebiet, bei der Dokumentation der Leitungen, bei Qualitätsmanagement und Zertifizierung im Technischen Sicherheitsmanagement. Nach dem Bericht des Wassermeisters lag die Nitratbelastung im vergangenen Jahr weiter unter den Grenzwerten - abgesehen von einem Ausreißer im Oktober, den er auf eine landwirtschaftliche Belastung zurückführt. Die Schüttung der Brunnen sei etwas niedriger als in den Vorjahren gewesen, was er den beiden trockenen Wintern zuschrieb.

Die Tagesmenge im Hallerbrunnen lag bei 1683, im Brunnen eins/Traunfeld bei 666 und im Brunnen zwei/ Traunfeld bei 187 Kubikmetern. Entnommen wurden aus dem Hallerbrunnen 301 992, aus Brunnen eins 112 514 und aus Brunnen zwei 28 448 Kubikmeter. Vom Notverbund Kastl kamen 1071 Kubikmeter. Die maximal erlaubte Entnahme aus dem Hallerbrunnen sind 325 000, aus Brunnen eins 125 000, aus Brunnen zwei 30 000 und im Kooperationsgebiet 728 000 Kubikmeter. Das Leitungsnetz umfasst 120,2 Kilometer im Verbands- und 173,4 im Kooperationsgebiet. Beim Hallerbrunnen wird im nächsten Jahr ein Aktivkohlefilter eingebaut - so, wie in Kastl bereits geschehen (weiterer Bericht zur Sitzung folgt).
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