Die Roum Boum nehmen alle auf die Schippe
Kastl sauber dableckt

Vermischtes
Kastl
13.01.2016
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Eigentlich erinnert das Kastler Recht, eine Winterkirwa, an die Marktrechtsverleihung 1323 durch Kaiser Ludwig den Bayern. Tatsächlich geht es bei der Wirtshaus-Gaudi inzwischen eher um einen deftigen Rückblick aufs vergangene Jahr.

Auch diesmal hatten die drei Roum Boum manche haarsträubende Kastler Begebenheit im Repertoire: Reichlich Stoff für schelmische Gstanzln der drei Musikanten. Die sorgten entsprechend für Hochstimmung in den Wirtshäusern, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurden. Bei ihrer Tournee nahmen die Boum - Bastian, Dominik und Thomas - nicht nur den Lokalkolorit auf die Schippe. Auch die hohe Politik bekam ihr Fett ab. Sehr zur Freude der Zuhörer.

Das mit der Stripperin...


Der Kastler Bäcker ("Bounty") wurde als Erster ausgesungen. Hier erfuhr man: "Der Bounty war von der Stripperin (beim Fun-Biker Fest) der persönliche Betreuer. Vielleicht war die gute Frau auch deswegen so teuer. Verschwunden sind die zwei dann für längere Zeit - aber für mehr wie das Umziehn war die Stripperin nicht bereit." Oder dies: "Am Marktplatz hat jetzt auch noch der Bäcker aufgehört - irgend etwas läuft doch da sauber verkehrt. Wenns d' jetzt am Marktplatz a frische Brenzn willst hom, da brauchst scho a Auto, wenns d' zum Netto (Bäckereifiliale) willst fiere fahrn."

Ein Vorschlag für Seehofer


Die große Politik kam auch noch an die Reihe - natürlich aus aktuellem Anlass: "Warum tut man nicht ein paar Flüchtlinge in die Staatskanzlei nei? Ja, von mir aus, sagt der Seehofer - aber Schwarze müssen's sei." Und dann gab's noch einen Blick ins Nachbarland: "Österreich war früher für die Flüchtlinge nicht offen. Da erste war der Ötzi, den hams glei an der Grenze erschossen."

Hoch auf die KulturAuch "Kultur Kastl" ließen die Roum Boum nicht ungeschoren: Dass der Verein die Trägerschaft der erfolgreichen Theatergruppe die Ka-Utzigen abgelehnt hatte, woraufhin die DJK Utzenhofen einsprang und vorfinanzierte, lieferte dem Trio eine Steilvorlage: "Die neue Theatergruppe is recht gut angekommen, doch so mancher Kastler Verein hat dies scheinbar nicht ernst genommen. Ja, ihr lieben Ka-Utzigen macht's weiter - sonst wär's doof. Wenn nicht mit Kultur Kastl, dann halt mit der DJK aus Utzenhof. Da Kulturverein und die Raith-Schwestern, des Programm war echt Klasse, doch nach der ganzen Gaudi is nix mehr übrig geblieben für den Organisator in der Kasse." (jp)


Das Funkloch im Dool und die Bürgermeister-DiätDen Abschluss beim Kastler Recht bildete auch diesmal der Lokalkolorit. Da ging's vom Funkloch im Utzenhofener "Dool" bis zum Feuerwehrgerätehaus-Neubau, von den Kosten für die Kastler Wasserversorgung bis zur Figur des Bürgermeisters und um die Ambitionen seines Nachfolgers in Lauerstellung:

"Am Platz von der alten Baywa, da hat sich im letzten Jahr a bissl was gerührt, da ist auf der Baustelle vom neuen Feuerwehrhaus tatsächlich a bissl was passiert. Wenn man jetzt vorbei fährt, dann sieht man recht schön, drei einsame Betonpfeiler am Boden dort stehn."

"Für die neuen Wasserfilter im Hainthal, da hamms a sauberes Geld ausgegeben. Deswegen können die Kastler jetzt sauber was erleben. Ein mancher hat deshalb seinen Augen nicht getraut, wie er in die Rechnung der Gemeinde hat geschaut."

"Auf der Reiserbrücke da hat's an Mordsverkehr (Einmündung B 299- Marktplatz) da denken sich die Grünen: A Ampel muss her. Die Bundesstraße durch Kastl soll jetzt erneuert wern, dann kannst wieder schneller durch Kastl verkehrn."

"In Utzenhofen, wenns d' willst mit dem Handy telefonieren, bleib lieber daheim, denn des tut nicht funktionieren. Wenn man in Utzenhofen irgendwann mal ein Handy-Netz will sehen, dann dürfen wir den Stefan (Bürgermeister) nicht lassen aus Kastl weggehen. Denn wenn erst da Otterbein (3. Bürgermeister) in Kastl regiert, dann können wir euch versichern, dass des mit dem Handy-Netz im Dool nix mehr wird."

"Der Stefan (Bürgermeister) muss jetz fasten: Ja Leut, des is kein Spaß, weil sonst muss er Angst haben, dass er nicht mehr in den Bürgermeisterstuhl rein passt."

"Die Gerüchtemaschinerie in Kastl funktioniert wie die Sau. Nach zehn Halbe im Wirtshaus, dann wird's a Schau. Als arbeitender Bürger, da musst fei Obacht geben, was im Wirtshaus über einen erzählt wird, weils sonst wirst dein blaues Wunder erleben." (jp)
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