Die Ruaßln haben ihren Meiler aufgebrochen
Kastl hat jede Menge Kohle

Der Aufbruch des Kohlemeilers ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Bürgermeister Stefan Braun (links) dankte den Freiwilligen, die unter der Regie des Ebermannsdorfer Köhler-Urgesteins Klaus Scheibel (Dritter von rechts) wieder rund eine Tonne bester Holzkohle für einen guten Zweck produziert hatten. Bild: jp
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Kastl
07.07.2016
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Dicke Rauchschwaden und Brandgeruch zogen durchs Hainthal: Rund ein Dutzend freiwillige Helfer hatten wieder einen Meiler in der Nähe der Kastler Wasserversorgung errichtet, um Holzkohle für einen guten Zweck zu produzieren.

So einfach ist das aber gar nicht. Zuerst werden rund 12-15 Kubikmeter (über 20 Ster) trockene Buchenscheite und -prügel kreisförmig und zweilagig um ein Gestell aufgeschlichtet werden. Danach wird das Holz mit Fichtenstreu zugedeckt, dieses wiederum mit Lehm abgedeckt und danach der Meiler von oben her angezündet. Wenn man alles richtig macht, kokelt er dann eine Woche vor sich hin. Bei über 400 Grad verwandelt sich die Buche in über eine Tonne Holzkohle.

Die Kastler Ruaßln haben diese Arbeit unter Anleitung des Ebermannsdorfer Köhler-Urgesteins Klaus Scheibel mit Bravour erledigt: So konnte jetzt der Meiler aufgebrochen werden.

Diese sehr harte und schweißtreibende Arbeit musste natürlich mit viel flüssiger Nahrung und einer Brotzeit erträglich gemacht werden: Die Gemeinde ließ sich da nicht lumpen. Die fertige Holzkohle wurde zu sogenannten Schlauen aufgeschüttet. So kann sie besser eingesackt werden.

Zuvor allerdings ging's den Ruaßln von oben nass nei, so dass die Holzkohle erst trocknen musste. Die Besucher der Einweihungsfeier für die benachbarte Wasserfilteranlage reservierten sich aber vorsichtshalber schon die gewünschten Mengen.

Verkauft wird die Kohle, sobald sie trocken ist, beim Kastler Rathaus. Wie schon in den vergangenen Jahren ist der Erlös für einen guten Zweck bestimmt.
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