Kastl weiht neue Versorgungs-Anlage ein
Wasser mit Filter und Segen

Zur Einweihung der neuen Filteranlage versammelten sich (von links) Bürgermeister Stefan Braun, die Markträte Dr. Waldemar Draxler, Jürgen Rubenbauer, Willibald Hertwich, Roland Bösl, Monika Breunig und Johannes Schwarzfischer sowie Wasserwart Josef Donhauser, Wassermeister Elmar Halk und Pfarrer Pater Ryszard Kubiszyn. Bild: jp
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Kastl
06.07.2016
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Schadstofffrei und gesegnet kommt jetzt das Kastler Wasser aus den Leitungen. Für Ersteres sorgt ein Aktivkohlefilter, Zweiteres erledigte Pater Ryszard Kubiszyn bei der Einweihung der neuen Anlage.

Nach einem Feldgottesdienst im Hainthal segnete Kubiszyn die neue Aktivkohlefilter-Anlage am Tiefbrunnen. Bürgermeister Stefan Braun betonte, dass die Wasserversorgung Kastls mit der neuen Einrichtung, in die 530 000 Euro investiert wurden, für die Zukunft gut gerüstet sei: "Unsere Anschlussnehmer erhalten Wasser von bester Qualität."

Braun erinnerte daran, dass der Filter nötig geworden sei, nachdem 2011 erstmals bei einer Messung der Grenzwert für Atrazin erreicht und für Desethylatrazin leicht überschritten wurden. Um auszuschließen, dass dies ein einmaliges Ergebnis war, wurde der Mess-Rhythmus daraufhin von jährlich auf monatlich umgestellt. Dabei wurden die GrenzwertÜberschreitungen über einen längeren Zeitraum hinweg bestätigt und die Bürger informiert. 2013 entschied sich der Marktrat einstimmig für den Aktivkohlefilter. Den Planungsauftrag erhielten die Umwelt- & Tiefbauingenieure Amberg.

In der März-Sitzung des vergangenen Jahres hatte das Gremium beschlossen, zur Finanzierung Ergänzungsbeiträge von den Anschlussnehmern zu erheben. Die Bauarbeiten vergab der Marktrat an die Firma Gnan & Köper aus Sulzbach-Rosenberg und die Firma Wilo-Emu Anlagenbau aus Roth mit der Installation der Maschinentechnik. Wasser sei ein Menschenrecht, machte Stefan Braun deutlich. Deshalb sei er froh, dass die Wasserversorgung in Kastl ebenso wie die umliegenden Zweckverbände nach wie vor in kommunaler Hand sind: "Lebensnotwendige Güter müssen öffentlicher Kontrolle unterliegen, für alle gut zugänglich und von bester Qualität sein." Verbunden mit der Einweihung war ein Tag der offenen Tür, bei dem Wassermeister Elmar Halk und Wasserwart Josef Donhauser Führungen durch die neue Anlage anboten. Den Feldgottesdienst bereicherte Josef Segerer aus Lauterhofen mit dem Keyboard.

HintergrundBaubeginn der Kastler Filteranlage war am 25. August 2015, beendet wurden die Arbeiten am vergangenen Freitag. In Betrieb ist die neue Anlage aber bereits seit 17. Juni. Hierzu berichtete Bürgermeister Stefan Braun noch, dass aus einer Brunnentiefe von 72 Metern im Jahr rund 70 000 Kubikmeter Wasser gefördert und jetzt gefiltert werden. Dann wird es in den 800 Kubikmeter fassenden Hochbehälter gepumpt: Von hier aus wird es über insgesamt 23,3 Kilometer lange Leitungen an 465 Anschlussnehmer verteilt. 1240 Einwohner werden auf diesem Weg versorgt. Die Marktgemeinde Kastl wird von fünf Wasserversorgern bedient, mit denen laut Braun bestes Einvernehmen besteht. (jp)
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