Kastler Feuerwehren üben gemeinsame
Wenn ein Reifenlager brennt

Die Schlauchleitungen für das Löschen des Reifenlagers waren ruckzuck verlegt. Bild: jp
Vermischtes
Kastl
07.11.2016
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Einen Vermissten aus einem brennenden Reifenlager retten: Keine ganz einfache Aufgabe für die Kastler Gemeindefeuerwehren. Zumal dabei auch noch eine Photovoltaik-Anlage im Spiel war.

Die brennende Reifenhalle war diesmal das Übungsszenario in der Brandschutzwoche. Die Einsatzkräfte mussten nicht nur löschen, sondern verhindern, dass das Feuer auf das angrenzende Wohnhaus übergriff und dazu alle notwendigen Einsätze koordinieren, ausreichend Löschwasser sowie Schaum zur Verfügung stellen: Das war die Aufgabe, die der Kommandant der Pfaffenhofener Feuerwehr, Markus Blomenhofer, für die Brandschutzwoche ausgearbeitet hatte. Eine Reifenfachwerkstatt in St. Lampert stellte für diese Übung ihr Gelände und eine Halle mit rund 2000 Reifen zu Verfügung.

Schon kurz nach der Alarmierung rasten die ersten Fahrzeuge der Wehren aus Kastl, Pfaffenhofen, Wolfsfeld und Utzenhofen in Richtung Landkreisgrenze nach St. Lampert: Ein Kurzschluss hatte hier ein Reifenlager in Brand gesetzt. Die besondere Schwierigkeit: Auf dem Dach befand sich eine Photovoltaik-Anlage, so dass bei den Löscharbeiten äußerste Vorsicht nötig war, da ja die Sonne weiter Strom produzierte. Zuerst retteten Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz einen "Vermissten" aus der brennenden und verqualmten Halle. Danach kümmerte man sich um ausreichend Löschschaum und -Wasser. Schnell waren die Schlauchleitungen verlegt und am Hydranten angeschlossen. Mit Argusaugen beobachteten Kreisbrandinspektor Hubert Blödt und Kreisbrandmeister Alexander Graf die Rettungs- und Löscharbeiten. Nach rund einer Stunde waren diese erledigt.

In seiner Manöverkritik lobte Hubert Blödt den Einsatz der Kastler Gemeindefeuerwehren, Markus Blomenhofer für die Planung der Übung, Helmut Polster für das Überlassen des Geländes und den Beteiligten für den Feuereifer bei dieser Übung. Im Ernstfall würden sie dem Wohl der Allgemeinheit dienen und Dienst am Menschen leisten - was in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich sei.

Er wies auf die Gefahren beim Löschen hin, wenn Photovoltaik-Anlagen im Spiel sind. Auch Bürgermeister Stefan Braun würdigte seinen FFW-Kameraden. Er betonte, dass die Marktgemeinde bestrebt sei, ihre Wehren mit leistungsfähigem Gerät auszurüsten, damit sie für die Rettung von Menschenleben gewappnet sind. Er lud die Teilnehmer zu einer Brotzeit in die Werkstatt des Reifenhändlers ein.
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