Kastler Ortsverband hätte gern mehr junge Mitglieder
Streitbereit für Gerechtigkeit

Vermischtes
Kastl
06.04.2016
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Der VdK-Ortsverband Kastl will weitere, vor allem jüngere Mitglieder gewinnen: Das betonte Vorsitzender Hermann Kucharski bei der Jahresversammlung in der Burgschänke in Heimhof/Ursensollen.

Durchschnittsalter 62


Derzeit liegt das Durchschnittsalter der 199 Mitglieder bei rund 62 Jahren. Ein Ziel des Vorsitzenden ist es, die Zahl 200 zu erreichen. Unter den Mitgliedern sind 123 Männer und 76 Frauen. Die älteste ist Rosa Heitmann mit 98 Jahren. Bürgermeister Stefan Braun nutzte die Gelegenheit, um das Thema Flüchtlinge anzusprechen. Den VdK nannte Braun dabei das "soziale Gewissen". Hierzu berichtete Hermann Kucharski, dass derzeit 39 Asylbewerber dezentral in Kastl untergebracht sind.

Stellvertretender Kreisvorsitzender Johann Ludwig aus Etzelwang wies darauf hin, dass Bayern mit seinen 653 000 Mitgliedern ein Drittel des VdK im Bund stelle. Zum Kreisverband gehören 300 Vereine mit 9280 Mitgliedern. Ludwig unterstrich, dass der VdK jeder Form von Fremdenhass eine Absage erteile. Ein wichtiges Thema sei die Barrierefreiheit: Hier gebe es noch viele Defizite. Bei der Sammlung des Verbands, "Helft Wunden heilen" sei die Oberpfalz mit führend. Allein im Raum Amberg-Sulzbach seien dabei zuletzt 30 500 Euro zusammengekommen. In Kastl waren es 1798 Euro, was nach den Worten von Hermann Kucharski das Verdienst des Sammlers Heiner Matschiner war. Die Hälfte dieser Summe sei bedürftigen Kastlern zugute gekommen. In diesem Zusammenhang betonte der Vorsitzende, dass sich der VdK als Anwalt hilfsbedürftiger Menschen sehe. Er sei nicht nur eine Interessensvertretung, sondern auch "eine Kampforganisation", die bereit sei, alles zu tun, um Gerechtigkeit zu erreichen: "Wenn es darauf ankommt, wird der VdK auch heute alle demokratischen Mittel einsetzen, um für die sozial Benachteiligten zu streiten."

Hilfe beim Papierkram


Laut Kucharski genießen in Kastl größtenteils Ältere die Vorteile des Sozialverbandes - dabei könnten auch Jüngere ihr soziales Engagement mit einer Mitgliedschaft zum Ausdruck bringen. Auch für die Zukunft bot der Vorsitzende seine Hilfe bei Problemen mit Behörden und Versicherungen an - insbesondere beim Ausfüllen von Formularen zu Rentenanträgen, zur Vorsorge und für Patientenverfügungen. Er warnte davor, dass die Altersarmut ohne Vorsorge immer größer werde, und dass immer mehr Berufsanfänger in Aushilfsjobs landeten.

AusgezeichnetMit Urkunden und dem goldenen Ehrenabzeichen des Verbands wurden die Jubilare geehrt: Anerkennung für 25 Jahre Treue zum VdK galt Heinrich Schaffer, für 20 Jahre wurden Maria Donhauser, Franz Lang, Konrad Meier und Johann Müller geehrt. Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Erhard Feigl, Rosmarie Gimpl und Gerhard Hengster ausgezeichnet. Ihnen gratulierte auch Bürgermeister Stefan Braun. (jp)
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