Klosterburg Kastl steht seit Mitte 2006 leer
Ein trauriges Jubiläum droht

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Kastl
15.02.2016
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Kastl/München. Es wäre ein trauriges Jubiläum, das der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl in einer Presseerklärung in Aussicht stellt: Seit bald zehn Jahren steht die Klosterburg in Kastl leer.

"Alle Bemühungen, die Klosterburg einer Folgenutzung zuzuführen, sind gescheitert", fasst Strobl das Geschehen seit 2006 zusammen. Alle Ortstermine, Briefe, Verhandlungen mit privaten Interessenten und privaten Nutzungskonzepte hätten kein Ergebnis gebracht. Strobl will aber weiter nachhaken, "wenn nichts geschieht". Es sei bedauerlich, dass die Anlage nun schon seit über neun Jahren leer stehe und Geld koste. Dabei wäre die Klosterburg nach Einschätzung des Abgeordneten "für Bildungseinrichtungen, Behörden, Museen oder auch als repräsentativer Firmensitz geeignet".

Immer wieder, so Strobl, habe es geheißen, dass die Immobilien Freistaat Bayern in Kontakt mit privaten Interessenten sei. Den Verhandlungen sei - aufgrund des Schutzes der Vertraulichkeit - etwas mehr Zeit einzuräumen. Deshalb habe es auch noch nie nähere Informationen über die Interessenten und den Verhandlungsstatus gegeben. Doch nach wie vor sei keine Lösung für die Klosterburg Kastl in Sicht. "Die hohen Unterhaltskosten bleiben mit fortschreitendem Leerstand des Gebäudes präsent und die Tendenz der Kosten für den Erhalt der Klosterburg dürften steigend sein", vermutet Strobl.

Der Schnaittenbacher hat sich deshalb mit einer erneuten Nachfrage an die Staatsregierung gewandt. Darin will er wissen, welche Unterhalts- und Reparaturkosten dem Freistaat für die Klosterburg seit 2006 entstanden sind und welcher Reparaturaufwand nötig ist, um die Anlage in einen Zustand zu versetzen, dass sie für Interessenten attraktiv wird. Auch die langfristigen Nutzungskonzepte der Staatsregierung würden Strobl interessieren - oder ob sie plant, die Burg auch kleineren Initiativen oder Teilnutzungskonzepten zugänglich zu machen. Weitere Fragen: Was ist aus den Verhandlungen der Immobilien Freistaat Bayern mit privaten Interessenten geworden? Wie sieht der Freistaat das Nutzungskonzept von Joachim Roller hinsichtlich einer Begegnungsstätte für christliche Künstler und Musiker?

Strobl will mit den Fragen nicht aufhören, "bis die Klosterburg einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden konnte".
Deshalb gab es auch noch nie nähere Informationen über die Interessenten und den Verhandlungsstatus.Reinhold Strobl über den als Begründung für spärliche Informationen genannten "Schutz der Vertraulichkeit"
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