Leserbrief
Nur mit Kindern Renten-Anspruch

Vermischtes
Kastl
06.05.2016
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Zur Finanzierung der Rente:

Ursprünglich war die Rente in Deutschland ein Anspar-System. Dann kam der Krieg und die Kassen waren geplündert. Da die Rentner aber trotzdem versorgt werden mussten, wurde in den 50ern die Rente als Umlagesystem organisiert: Die arbeitende Generation spart nicht mehr für die eigene Rente, sondern versorgt die Senioren. Die Jungen versorgen die Alten: Die Rentenbeiträge, die die arbeitende Generation heute zahlt, ist der Dank an die ältere Generation dafür, dass sie uns groß gezogen hat. Die Rentenbeiträge sind also keine Vorsorge für das eigene Alter, sondern es sind unsere Kinder, die das System weitertragen müssen. Nun gibt es aber immer mehr Leute, die keine Kinder haben. Sie sparen sich mehrere Hunderttausend Euro, die es nach entsprechenden Untersuchungen kostet, ein Kind groß zu ziehen. Dennoch profitieren sie von der durch die Familien aufgebauten Altersvorsorge mit. Durch das derzeitige System erwerben sie durch höhere Einzahlungen sogar höhere Rentenansprüche als die Eltern. Nicht umsonst stellen Kinder das größte Armutsrisiko dar.

Nur wer durch Kinder zum Erhalt des Systems beiträgt, hat auch Ansprüche darauf. Wer das nicht kann oder nicht will, der muss sich selber um die Altersvorsorge kümmern. Wir müssen die Altersvorsorge wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Die für die Wirtschaft sehr gedeihlichen Rahmenbedingungen werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Das sind sie nicht! Sie sind ein hart erarbeitetes Gut, das stetiger Pflege bedarf.

Michael Bartl, 92280 Kastl
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