Nach der Steinernen Jungfrau kommt der Schwarze Felsen dran
Ein Sicherheitsrisiko für die Staatsstraße 299

Der Schwarze Felsen an der Staatsstraße 299 zwischen Pfaffenhofen und St. Lampert muss gesichert werden. Wenn die Baustelle Allersburg abgeschlossen ist, werden die österreichischen Spezialisten mit der Sicherung beginnen. Eine Umleitung des Straßenverkehrs wird rechtzeitig vom Straßenbauamt Amberg-Sulzbach bekannt gegeben.
Vermischtes
Kastl
18.11.2016
115
0

Eine Baustelle zieht um: Sobald die Felssicherung an der Steinernen Jungfrau bei Allersburg erledigt ist, werden die Experten aus Österreich auch bei St. Lampert gebraucht.

Pfaffenhofen/St. Lampert. (bö) Der Schwarze Felsen zwischen Pfaffenhofen und St. Lampert ist ein Sicherheitsrisiko für die vorbeiführende Staatsstraße 299. Fast senkrecht ragt die Wand direkt neben der Straße empor, auf der täglich etwa 5000 Fahrzeuge unterwegs sind.

Größere Felsblöcke haben im Lauf der Zeit ein Eigenleben entwickelt. Spaltenbildungen zeigen das - und signalisieren damit auch: Die Standsicherheit ist nicht mehr verlässlich. Deshalb muss die Riffdolomit-Formation gesichert werden.

Gefahr für den Verkehr


Aufgefallen ist dies bei der Überwachung durch den Straßenbaulastträger zur Vorbereitung einer, in diesem Bereich unlängst vorgenommenen Fahrbahnsanierung. Wie festgestellt wurde, könnte die Felsformation, im Volksmund als Schwarzer Felsen bekannt, eine Gefahr für die Nutzer der B 299 sein. Bei einer Begehung mit einem Sachverständigen kamen die Verantwortlichen zu dem Ergebnis, dass hier möglichst bald Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden müssen.

Felsturm muss weg


Dazu müssen zugängliche und gefährdungsfrei räumbare Felsblöcke entfernt werden. Ein kleinerer, potenziell labiler Felsturm muss ebenfalls verschwinden. Außerdem sind Einzelsicherungen mit Vernagelungen und Umgurtungen von großen gesteinsblöcken notwendig. Die festgestellte Stein- und Felssturzgefahr hat natürliche Ursachen: Sie ist auf Verwitterungsprozesse der Jura-Felsformationen (Riffdolomite des Malm) zurückzuführen.

Die Arbeiten erledigt eine Spezialfirma aus Österreich, die derzeit noch ähnliche Felssicherungsmaßnahmen bei Allersburg ausführt. Sobald die Experten dort fertig sind, beginnen sie mit den nötigen Schritten am Schwarzen Felsen.

"Fallbett" schützt Straße


Um Beschädigungen an der gerade erst sanierten B 299 zu vermeiden, wird vor Beginn der Felssicherung ein etwa ein Meter starkes "Fallbett" aus mehreren Lagen Schotter und Geotextilien auf der Fahrbahn aufgebracht.

Um die Arbeiten erledigen zu können, ist eine Vollsperrung der B 299 unvermeidbar. Die Details dazu will das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach rechtzeitig bekanntgeben.

HintergrundDie Kosten der Felssicherung belaufen sich auf etwa 80 000 Euro. Sie werden von den Eigentümern der betroffenen Grundstücke und im Wesentlichen von der Bundesrepublik Deutschland als Baulastträger der B 299 getragen. Bei günstiger Witterung sollen die Arbeiten nach maximal zwei bis drei Wochen abgeschlossen werden können, sagt Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Straßenbauamt Amberg-Sulzbach. (bö)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.