500 Jahre Reinheitsgebot und Tag des Bieres am Samstag, 23. April
500 Jahre Qualität

Zum Frühschoppen mag ich Hefeweizen und am Abend gerne ein Pils.
Freizeit
Kemnath
22.04.2016
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Made in Bayern und anerkannt in der ganzen Welt: Das Reinheitsgebot, feiert heuer 500. Geburtstag. Das und das Bier haben sich als Alleinstellungsmerkmal schon etabliert, seit es das beliebte Getränk im dritten Jahrtausend vor Christus zum ersten Mal gab. Das bestätigen auch die Brauereien aus der Region.

/Reuth. Individuell machen das Getränk besonders die Kohlensäure und der Schaum, erzählt der Chef der Klosterbrauerei Kemnath, Johannes Ponnath. Auch heute ist Bier ein echtes Gesellschaftsgetränk, das immer für eine "tolle Stimmung" sorgt. "Schon die Sumerer haben damals ihr Bier in Gruppen getrunken." Für Rigobert Bergler, Chef der Schlossbrauerei Reuth bei Erbendorf, ist vor allem das Reinheitsgebot ausschlaggebend, dass Bier schon so lange beliebt ist. "Ich denke, dass es daran liegt, dass man sich an das Gebot gehalten und die Qualität auch umgesetzt hat."

Helles geht am Besten


Johannes Ponnath hofft, dass es das Reinheitsgebot auch weiterhin gibt. "Das steht schließlich für Qualität." Bergler meint: "Ich denke, dass es das Gebot zumindest bis ins nächste Jahrhundert noch gibt." Für noch einmal 500 Jahre sei das schwer zu sagen, aber es habe auf jeden Fall seine Berechtigung. Am Tag des Bieres am Samstag, 23. April, haben weder die Schlossbrauerei in Reuth noch die Klosterbrauerei in Kemnath etwas Besonderes geplant, jedoch gibt es am Vatertag, am 5. Mai, ein Klosterhoffest in Kemnath.

Am liebsten getrunken wird in der Kemnather Umgebung Helles. "Das wird auch am meisten verkauft", weiß der Brauereichef. Er selbst hat nicht nur ein Lieblingsbier. Er bevorzugt verschiedene Sorten je nach Tageszeit und Gefühl. "Zum Frühschoppen mag ich eher Hefeweizen und am Abend gerne ein Pils." Das sei ein edles Bier und passe gut zu der Tageszeit. Bergler nennt mit Lagerbier, das er selbst am liebsten trinkt, Weizen und Zoigl drei am besten verkaufte Biersorten der Brauerei Reuth. "Zoigl ist ja auch das Aushängeschild der Oberpfalz", fügt Bergler hinzu.

Neuer Geschmack


Der Trend zu neuen Biersorten insbesondere Kraft-Bier gefällt Johannes Ponnath. Die Bierkultur komme dadurch wieder ins Gespräch, und er sei nicht abgeneigt, in Zukunft dieser Tendenz zu folgen. Auch Bergler sieht die Entwicklung zu neuen Biersorten beispielsweise mit Mandarinen- oder Kirschgeschmack als einen Trend, "der kommen wird und auch muss". Relevant sei das eher für die Jugend, und man müsse bedenken, dass das nichts mehr mit dem Reinheitsgebot zu tun habe.
Zum Frühschoppen mag ich Hefeweizen und am Abend gerne ein Pils.Johannes Ponnath
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