Gartenfachberater lobt die Gartenschau
Grüner Daumen hoch

Landesgartenschau 2016 Bayreuth. Bild: Gerhard Götz (Foto: ggö)
Freizeit
Kemnath
07.10.2016
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Harald Schlöger. Bild: hfz

Fazit: "Gelungen". Tirschenreuths Gartenfachberater Harald Schlöger hat zum Schluss viel Lob für die Gartenschau in Bayreuth übrig - und für "seine Gartenbauvereine".

/Bayreuth. Vor dem letzten Landesgartenschau-Wochenende zieht Harald Schlöger ein positives Fazit - beruflich und privat. Als Gartenfachberater des Landkreises Tirschenreuth koordinierte er die Gastbeiträge aus der Oberpfalz, als Garten-Enthusiast nutzte er seine Dauerkarte.

Mindestens zehn Mal war er privat am Gelände entlang des Roten Mains. "Bei einem einzigen Besuch kann man nicht das ganze Angebot erfassen." Mit gut 45 Hektar war es die bisher größte Schau in Bayern.

Damit gehe einher, dass ein großer Teil der Fläche extensiv genutzt, also nicht durch Gartenfachkräfte gezielt bebaut wurde. "Das hat nicht allen gefallen", hat Schlöger mitbekommen. Gerade im Vergleich zur kompakten, anhand eines Themas gestalteten Schau in Tirschenreuth im Jahr 2013 musste Bayreuth Kritik einstecken. "Zu Unrecht", findet Schlöger.

Bayreuth habe den Besuchern viel geboten, die Umgestaltung am Gelände werde der Stadt helfen. "Die Landschaftsplaner haben sich viele Gedanken gemacht." Schlöger nennt die Überschwemmungsflächen am Roten Main und neues Grün in der Stadt als Beispiele. "Es gibt nun eine grüne Verbindung zur Eremitage."

Und wenn auch nicht so kompakt: Die Ausstellung habe viel geboten. An zwei Wochen haben dazu Obst- und Gartenbauvereine des Landkreises Tirschenreuth beigetragen. Vom 30. Juni bis 6. Juli hieß das Thema "Biodiversität - Pflanzenvielfalt erhalten", vom 8. bis 14. September: "Manche mögen's heiß: Chili,Paprika & Co".

Dabei waren Vereine aus Brand/Ebnath, Tirschenreuth, Neusorg/Lochau, Wildenau/Plößberg, Kemnath, Immenreuth, Wernersreuth, Groschlattengrün, Erbendorf, Waldershof, Waldeck/Trevesen und Pullenreuth, dazu die Chili-Experten der Neusorger Gärtnerei Förth. "Die Gruppen haben ihre Erfahrungen von Tirschenreuth 2013 sehr gut eingebracht", lobt Schlöger seine Vereine.

Vor allem die Verbindung aus Kulinarischem und Information habe funktioniert. "Wenn man am Stand einen Smoothie aus Gartenfrüchten anbieten kann, kommt man ins Gespräch und kann die Bedeutung der Biodiversität im eigenen Garten vermitteln", erklärt Schlöger das Erfolgsrezept. Auch privat haben die Oberpfälzer Gartler die Schau genutzt, alleine der Immenreuther Verein habe 200 Karten vergünstigt an seine Mitglieder weiterverkauft.

Besonders stolz ist Schlöger, dass es gelang, die Kreisverbände Eger und Tachau einzubinden. Der Bayreuther Kreisverband hatte mit seinem Partner aus Sokolov weniger Erfolg. "Die Kontaktpflege kostet Zeit, aber sie lohnt sich."

Neusorger Chili-Pflanzen und Mehlmeisler DorfmusikantenNur noch drei Tage: Dann ist die Landesgartenschau 2016 in Bayreuth Geschichte. Um 20 Uhr schließen sich die Tore hinter den Besuchern.

Streuobst (Landwirtschaftsministerium), Walnuss (Bezirksverband Gartenbau) sowie Waldbewirtschaftung früher und heute (Forstverwaltung; Samstag und Sonntag): Das sind die Themen der letzten Informationsangebote. Hinzu kommen die Blumenschau "Herbstsinfonie" und die Bilderausstellung "Historischer Wintersport am Ochsenkopf". Der Fichtelgebirgsverein Bischofsgrün stellt am Wochenende Winter- und Schneeschuhwandern vor, das Umweltministerium fordert zu "Reparieren statt Wegwerfen" auf. Und die Bedeutung des Gesteins für das Grundwasser zeigt das Umweltministerium am Sonntag auf.

Nochmals präsent ist am Wochenende vor der Blumenschauhalle die Gärtnerei Förth, deren Chili-Ausstellung auf große Begeisterung stieß und zahlreiche Anfragen auslöste. Die Neusorger bringen wieder ein breites Sortiment an Chili-Pflanzen mit, die übrigens auch gekauft werden können.

Zugleich fällt der Blick schon auf die nächsten beiden Jahre: Pfaffenhofen lädt am Samstag zur kleinen Gartenschau 2017 "Natur in der Stadt" ein, Würzburg von Freitag bis Sonntag zur Landesgartenschau 2018. Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung am Sonntag von 16 bis 17 Uhr erfolgt die Fahnenübergabe. Bereits um 11 Uhr wird ein ökumenischer Abschlussgottesdienst auf der Seebühne gefeiert, zeitgleich ein Kindergottesdienst im Heckentheater. Von 14 bis 16 Uhr spielen die Mehlmeisler Dorfmusikanten im Mainauenhof auf, ab 17.30 Uhr gestalten "Huebnotix & Strings" das Abschlusskonzert auf der Seebühne. Eine Lasershow als "Rausschmeißer" schließt sich an.

Schon morgen, Samstag, gibt die Landesgartenschauband "Bayreuth Eleven" ihr allerletztes Konzert: um 16 Uhr auf der Seebühne. Und heute, Freitag, um 16 Uhr beginnt im Gourmet-Kabinett ein "Mini-Konzert" des bekannten Bayreuther Liedermachers Sandy Wolfrum. (rca)
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