Jagdgenossenschaft Kemnath
Angst um Hasen

Nach einem einstimmigen Beschluss der Jagdgenossen verlängerte Vorsteher Michael Kreuzer (links) den Pachtvertrag mit Andreas Schiedlofsky (rechts) für weitere neun Jahre. Bild: jzk
Freizeit
Kemnath
18.03.2016
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Verbessert hat sich die Situation im Berndorfer Revier, was die Schwarzkittel anbelangt. "Die Zahl der Wildschweine hat sich verringert", berichtete Jagdvorsteher Michael Kreuzer. Allerdings sah er in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kormann ein neues Problem auf die Genossenschaft zukommen.

"Die Krähen haben sich vermehrt", teilte er den Jagdgenossen mit. Diese würden immer mehr zur Gefahr für die Junghasen werden, zumal die Bejagung schwierig sei. Bei der Treibjagd Ende Dezember seien fünf Hasen erlegt worden. Die kleineren Reparaturen an der im Vorjahr angeschafften Wiesenschleppe haben die Mitglieder selbst erledigt, berichtete Kreuzer.

Nach dem Protokoll von Schriftführer Bernhard Bodenschatz, dem Kassenbericht von Michael Schreyer sowie der Stellungnahme der Revisoren Hans Vogel junior und Thomas Dötterl sprachen sich die Mitglieder dafür aus, den Jagdpachtschilling für Rücklagen und den Wegebau zu verwenden. Wenn die Kosten überschaubar bleiben, soll der Steingassenweg entlang des Baches asphaltiert werden. Die Kosten übernehmen je zur Hälfte die Stadt und die Jagdgenossenschaft. "Vielleicht könnte diese Wegebaumaßnahme zusammen mit der Sanierung der Straße zwischen Berndorf und Immenreuth erledigt werden", meinte zweiter Bürgermeister Hermann Schraml.

Der Maschinenschuppen, der der Stadt gehört, soll mit Brettern aus Lärchenholz verschlagen werden. Das Holz hat sie Stadt zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug übernimmt die Jagdgenossenschaft unentgeltlich die Arbeitsleistung.

Andreas Schiedlofsky bleibt für weitere neun Jahre Pächter der Berndorfer Jagd. Die Jagdgenossen hatten sich gegen eine Ausschreibung und einstimmig für sein Angebot entschieden. Schiedlofsky bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen neun Jahren. "Der Jahresabschussplan wurde erfüllt." Vier Rehe seien geschossen worden, zwei wurden Opfer des Straßenverkehrs.
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