Wanderverein Kemnath wartet auf Genehmigung für permanente Route
Papierkrieg wegen Wanderweg

Der alte und neue Vorsitzende Karl-Heinz Lehner (rechts) gratulierte den neuen Mitgliedern der Führungsriege: Anton Heindl, Klaus Scherer, Christoph Pürner und Werner Spiersch (von links). Gemeinsam hoffen sie, das Thema "permanenter Wanderweg" bald abhaken zu können. Bild: jzk
Freizeit
Kemnath
16.06.2016
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Der Wanderverein Kemnath kommt beim geplanten permanenten Wanderweg nicht weiter. "Die Genehmigung der Strecke durch die Stadt Kemnath liegt noch nicht vor", sagt der wiedergewählte Vorsitzende Karl-Heinz Lehner.

Dabei lief es für das Vorhaben zunächst ganz gut. Wie Lehner in der Jahreshauptversammlung in der "Fantasie" berichtete, seien im August die dafür vorgesehenen Strecken besichtigt worden. Start und Ziel dieses immer begehbaren Wanderwegs mit Strecken von fünf und zehn Kilometern sollte "Beim Schinner" in der Bayreuther Straße sein. Diese sollten auf einer Teilstrecke des neu eröffneten geologischen Lehrpfades verlaufen.

Gespräche ohne Einigung


Mit dem Vorsitzenden des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises, Hans Rösch, seien bereits positive Gespräche geführt worden. Während der ganzen Woche könnte zu den Öffnungszeiten der Gastronomie die Strecke bewandert werden, erklärte der Vorsitzende. Doch mehrere Gespräche mit der Stadt hätten noch zu keiner Einigung geführt. Immer neue Unterlagen und Nachweise würden nachgefordert. Deren Zustimmung sei aber die Voraussetzung für die Genehmigung durch den Volkssportverband.

Lehner verwies auf Beispiele in Grafenwöhr und Burglengenfeld, wo derartigen Wanderwegen ohne viel Aufwand zugestimmt worden sei. Zum Beweis legte er ein entsprechendes Schreiben vor. "Dort freuten sich die Bürgermeister über die Aktivitäten zur Einführung eines permanenten Wanderweges, um die Bekanntheit der Orte zu steigern."

"In Burglengenfeld brachte der permanente Wanderweg nach einem Anlaufjahr jährlich etwa 400 bis 500 Euro ein", wusste der Redner. "Dieser Betrag würde fast für unsere jährlich notwendigen Pflichtausgaben reichen", meinte Kassier Anton Heindl.

Lehner erhielt von der Versammlung den Auftrag, die Genehmigung direkt mit Bürgermeister Werner Nickl zu besprechen. "Vielleicht ist dann eine Eröffnung in zwei bis drei Monaten möglich", hoffte er. Zur Freigabe des permanenten Wanderwegs soll der Wanderverein aus Altmelon im Waldviertel im Nordwesten Niederösterreichs eingeladen werden.

Auf Beiträge angewiesen


Kassier Anton Heindl berichtete von einer geordneten Kassenlage und von einem erneuten Griff in die Rücklagen. "Momentan werden nur Pflichtzahlungen geleistet, da die Kosten für die Installation des permanenten Wanderweges anstehen", führte er aus. Der Verein sei zur Erfüllung seiner Pflichtaufgaben und -zahlungen auf Beträge angewiesen", betonte Heindl beim Thema "Wiedereinführung eines Pflichtbeitrages". Die geringen Zinseinnahmen kompensierten die fehlenden Beiträge nicht. Dem Schatzmeister ist allerdings bewusst, dass eine Wiedereinführung mit Vereinsaustritten verbunden sein könnte. Die Versammlung beschloss, zunächst die Entwicklung des permanenten Wanderweges abzuwarten und die Abstimmung über die erneute Einführung eines Mitgliedsbeitrages zu vertagen.

Kassenprüfer Werner Klante bestätigte dem Kassier einwandfreie Arbeit. Dem Laien- und Passionsspielverein wurde erlaubt, seine Bestände im Abteil des Wandervereins in der Bernhard-Schaller-Halle unterbringen.

Der neue VorstandWerner Spiersch und Klaus Scherer sind die neuen Kassenprüfer beim Wanderverein Kemnath. Ansonsten gab es bei den Neuwahlen keine Veränderungen. Somit bliebt Karl-Heinz Lehner Vorsitzender und Christoph Pürner sein Stellvertreter. Ums Protokoll und die Kasse kümmert sich wieder Anton Heindl. Lehner dankte dem bisherigen Revisor Werner Klante für seine langjährige Tätigkeit und überreichte ihm ein Präsent.

Nach dem Totengedenken für Rudolf Seer gab Karl-Heinz Lehner seinen Rechenschaftsbericht. "Die Aktivitäten unseres Vereins mit derzeit 50 Mitgliedern beschränkten sich auf zwei Wanderungen in die Gabellohe mit anschließender Einkehr in Beerhof." (jzk)
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