Auf dem Schlossberg in Kemnath
Glockenweihe auf der Burgruine

Kultur
Kemnath
24.08.2015
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Beim Heimat- und Kulturverein jagt buchstäblich ein Höhepunkt den anderen. Noch unter dem Eindruck des Glockenschaugusses stellten die beiden Vorsitzenden Georg Wagner und Leonhard Zintl das Programm für die Glockenweihe am Samstag, 29., und Sonntag, 30. August, vor.

Die Ende Juli vor Ort gegossene Glocke für die Ägidiuskapelle der Burgruine auf dem Schlossberg wird Ende der Woche wieder in Waldeck eintreffen. Das Programm zu ihrer Weihe beginnt mit dem Schmücken der Glocke am Samstag ab 19 Uhr auf dem Festplatz in der Nähe des Alten Friedhofes. Dort ist ein Zelt aufgestellt. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgt Alleinunterhalter Manuel Rahm.

Am Sonntag, 30. August, wird um 9 Uhr auf dem Schlossberg bei der Ägidiuskapelle ein Pontifikalamt gefeiert, bei dem Weihbischof Reinhard Pappenberger die Glocke weihen wird. Diese wird ab 8.30 Uhr in einem Festzug von der Stadtkapelle Kemnath sowie den Vereinen und Gläubigen vom Festplatz hinauf auf den Schlossberg geleitet. Von 8 bis 8.30 Uhr ist ein Fahrdienst eingerichtet, der gehbehinderte Besucher hinauf zur Burgruine transportiert.

Nach dem Gottesdienst führt der Festzug zurück zum Festplatz, wo ein Weißwurst-Frühschoppen mit der Stadtkapelle Kemnath ansteht. Ab 11.30 Uhr wird als Mittagessen Wildschwein vom Grill serviert, am Nachmittag ab 14 Uhr bieten die Damen des Heimatvereins Kaffee und Kuchen an. Es finden Führungen auf der Burgruine statt; gegen eine Spende kann die Glocke von den Besuchern angeschlagen werden.

Ökumenische Andacht

Um 17 Uhr ist in der Ägidiuskapelle - für die die Pfarrei Ebnath spontan die Patenschaft übernommen hat - eine ökumenische Andacht mit Pfarrer Dirk Grafe und Pfarrer Heribert Stretz. Danach ist Festausklang auf dem Festplatz. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

In ihrer kurzen Rückschau auf den Glockenschauguss hatten die HuK-Vorsitzenden von einem "Jahrhundertereignis" gesprochen, das dem Heimat- und Kulturverein (HuK) überall Anerkennung eingebracht habe. Georg Wagner stellte fest, dass dies eine Gemeinschaftsleistung gewesen sei, an der sich nicht nur die Mitglieder, sondern die ganze Ortschaft beteiligt habe.

So seien bei der Vorbereitung von Montag bis Freitag täglich im Schnitt 20 Mann vor Ort gewesen, die sich "wahrlich im Schweiße ihres Angesichts" engagiert hätten, insbesondere bei der Aufstellung und beim Abbau der großen Tribüne. Sein Dank galt allen, die mitgearbeitet haben, inklusive der Helfer des Roten Kreuzes und der Feuerwehren des KBM-Bezirks von Alois Schindler. Wagner lobte zudem die von Uwe Schimpf aufgebaute und betreute Ausstellung.

Resonanz sehr positiv

Leonhard Zintl ergänzte, dass die Tribüne voll besetzt und das Festzelt, in dem der Glockenguss auf Großleinwand verfolgt werden konnte, gut gefüllt gewesen seien, und sprach von etwa 1500 Besuchern aus dem gesamten nordbayerischen Raum. Eine tolle Sache sei auch der Vormittag gewesen, an dem über 400 Kinder eine Heimatkundestunde direkt vor Ort erlebten. Sie machten sich ein Bild davon, wie eine Glocke entsteht und bildeten sich unter anderem mit einer Wanderung auf den Schlossberg auch historisch weiter.

Die Resonanz sei bei Besuchern und Politik-Prominenz sehr positiv gewesen, freute sich Zintl. Viele seien überrascht davon gewesen, dass Waldeck so etwas Großartiges auf die Beine stellen könne. Der Heimat- und Kulturverein könne mit der gesamten Veranstaltung sehr zufrieden sein - und trotz der doch hohen Kosten sei man finanziell gut über die Runden gekommen.
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