Glaubensseminar mit Pfarrer Edmund Prechtl entfaltet seine inspirierende Wirkung
Fröhlichkeit und Bodenhaftung

Die Besucher des Glaubensseminars diskutierten hinterher noch lange mit Pfarrer Edmund Prechtl (vorne, links) über seine Gedanken. Bild: hl
Kultur
Kemnath
23.03.2016
43
0

Waldeck. Im dritten und letzten Glaubensseminar der Pfarrei referierte Pfarrer Edmund Prechtl aus Pressath zum Thema: "Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen - die Kraft der Freude". Das Pfarrheim war voll besetzt, die Besucher brauchten ihr Kommen wahrlich nicht zu bereuen.

Nicht nur Negatives


Die Bibel ist das Grundwerk für unseren Glauben, sagte Pfarrer Prechtl, die aber nicht nur Regeln und Gebote vermittelt oder einfordert, sondern auch sehr viel Raum zur Freude lässt. Um diesem Beispiel nachzukommen, bieten sich jeden Tag für alle viele Möglichkeiten. Das heißt nicht nur Negatives im Vordergrund zu sehen, sondern viel mehr Positives am Mitmenschen herauszustellen. Das können meist schon kleine Gesten wie ein gutes Wort oder Lob für andere Menschen. Wenn man in den Gottesdienst geht, sieht man öfter, wie sich die Christen verteilen. In jeder Bank sind einer oder zwei über das ganze Gotteshaus verstreut. Sollte oder könnte man da nicht auch enger zusammenrücken oder im Leben selbst die Gemeinschaft pflegen?

Beim Gottesdienstbesuch wurde in den vergangenen Wochen wieder gezählt. Das Ergebnis war, dass nur so um die 20 Prozent der Getauften die Messe besuchen. Das sehen zum Beispiel viele als negativ. Prechtl hielt dagegen, dass das immerhin weit mehr sind, als ein Verein oder eine Vereinigung zum Besuch einer Versammlung motivieren kann.

Ein ähnliches Bild geben auch oft die Medien wieder. Wenn zum Beispiel in Nahrungsmitteln geringe Mengen von schädlichen Stoffen gefunden werden, kommt das groß raus. Dabei handelt es sich, gesehen an der gesamten Menge des Konsums, um einen ganz minimalen Teil. Maßvoll sollte der Einkauf sein.

Da wird jedes Sonderangebot genutzt und gekauft, ob man es gerade braucht oder nicht. Die Einkaufswagen sind überfüllt, und man könnte meinen, wenn man an der Kasse steht, es werde nicht für eine Familie, sondern für ein ganzes Viertel eingekauft. Was dann in den Kühlschränken und Gefriertruhen keinen Platz findet oder verfällt, landet meist im Abfall. Also gilt: Nur das einkaufen, was man unbedingt braucht, und das ist gar nicht so viel.

Schmerzen ertragen


Glaube ist im Übrigen auch keine ernste Sache, sondern vermittelt Freude. Gottes Geschenke anzunehmen sowie Leben und Gesundheit schätzen zu lernen, gehört auch dazu. Glaube ist manchmal auch mit Schmerzen verbunden. Man denke hier an eine schwere Geburt oder Krankheit. Man merke oft, so Pfarrer Prechtl, dass Menschen gar nicht mehr sehen, dass sie auch Gutes getan haben oder tun. Hier empfahl er am Ende eines Tages, gute Dinge aufzuschreiben, die man getan hat.

Die Besucher nahmen die Gelegenheit wahr, mit dem Vortragenden zu diskutieren. Insgesamt ist festzustellen, dass das dritte Glaubensseminar für dieses Jahr nicht nur das bestbesuchte war, sondern auch am längsten gedauert hat. Hans Schindler vom Pfarrgemeinderat bedankte sich bei Pfarrer Edmund Prechtl für seine Inspiration.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.