Krimikeller in der Stadtbücherei Kemnath
Krimineller Keller

Viel Anerkennung erhielt Rainer Sollfrank (links auf dem Sofa) für sein Wandgemälde. Margarete Friedrich und Iris Schubert (neben ihm) weihten den Krimikeller mit zwei spannenden Kriminalgeschichten ein. Bild: jzk
Kultur
Kemnath
24.04.2015
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Von der Rumpelkammer zum Krimikeller - Die Kemnather Stadtbücherei ist um eine Attraktion reicher. Ein sieben Meter hohes Gemälde macht den Raum komplett.

Mit der Eröffnung des Krimikellers haben Christine Schubert und Judith Schliermann in der Stadtbücherei einen Leseraum geschaffen, in dem sich Krimifreunde wohlfühlen können. Ein Wandgemälde gibt dem Raum den richtigen Flair. "Bei diesem sieben Meter hohen Schwarz-Weiß-Bild wollte ich die drei Handlungsebenen Opfer, Täter und Kommissar miteinander in Verbindung bringen", erklärte der Künstler Rainer Sollfrank bei der Präsentation seines Werkes.

Mit den kubischen Häuserblöcken habe der Maler bewusst einen Kontrast zu der dunklen Straße geschaffen, auf der der Kommissar mit weißer Kreide die Umrisse des Opfers skizziert hat. Der helle Lichtstrahl, der aus einem der Häuser fällt, rücke das Verbrechen direkt in das Bewusstsein des Betrachters.

Gemütlicher Leseraum

Schubert freute sich, dass der Krimikeller so gut gelungen sei: "Dieser Raum war früher eine Rumpelkammer. In mühevoller Kleinarbeit haben wir ihn zu einem gemütlichen Leseraum umgestaltet." Viele spannende Kriminalromane haben sie übersichtlich in den Regalen platziert, genug spannender Lesestoff für Krimifreunde.

"Früher gehörte der Kriminalroman zur wenig geschätzten Trivialliteratur, der für ein wenig anspruchsvolles Lesepublikum geschrieben wurde", teilte Schubert den Besuchern mit, "heute ist er eine anerkannte Literaturgattung, für die Literaturpreise vergeben werden." Für Spannung im Krimikeller sorgte Margarete Friedrich mit ihrer selbst verfassten Kriminalgeschichte "Start ins Wochenende". Nicht minder aufregend war die Story "Das verräterische Herz" von Edgar Allen Poe, die Iris Schubert vorlas. Sie hatten auf dem schwarzen Sofa Platz genommen, auf dem zukünftig Krimifreunde in aller Ruhe in ihrer Lieblingsliteratur schmökern können.

Nickl im Trenchcoat

Auch die drei KEMS trugen zum Gelingen der Einweihungsfeier bei. Mit dem "Kriminaltango" von Hazy Osterwald, der Titelmusik zu dem Thriller "Der dritte Mann" und der Titelmelodie zu der beliebten Krimiserie "Derrick" hatten sie die passenden Musikstücke einstudiert. Als Kriminalkommissar im Trenchcoat und mit Hut bedankte sich Bürgermeister Werner Nickl bei allen, die diesen neuen Raum geschaffen haben. "Der Krimikeller ist das Highlight unserer Stadtbücherei", freute er sich.
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