Musical begeistert
Realschüler und Ritter Rost

Lehrer als Eselmumien (links) und viele talentierte Schüler: Das Musical der Realschule bot Witz und hohes Niveau. Bilder: jzk (2)
Kultur
Kemnath
11.06.2016
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Kein Schultheater, das man halt besuchen muss, weil das eigene Kind auch einen Satz auf der Bühne sprechen darf. Die Musical AG der Realschule bot mit ihrem Ritter Rost beste Unterhaltung mit Witz und Niveau.

"Ritter Rost ist krank" vermeldet die Musical AG der Realschule. Hinter dem Werk stehen Texter Jörg Hilbert und Komponist Felix Janosa, der mit dem Musical auch eine Hommage auf die Beatles schuf. Bei vier Aufführungen, zwei für die Grundschulen, begeisterten die Akteure jeweils eine volle Realschulturnhalle.

Im Stück pfeift Ritter Rost aus dem letzten Loch. Diagnose: "Pfeifendes Dosenfieber". Aber sind die roten Punkte im Gesicht doch nur aufgemalt, um sich vor Hausarbeit zu drücken? Burgfräulein Bö und Koks, der Drache, bringen den Ritter ins Rostpital. Was dort Doktor Quacksilber mit ihm anstellt und was beim Schönheitswettbewerb passiert, sorgte immer wieder für lautes Gelächter im Publikum, immer wieder gab es Zwischenapplaus. Gute Zusammenarbeit von Schülern und Lehrern schuf eine Aufführung, die sehr gut ankam. Den 19 Choristen merkte man die Freude beim Singen und Spielen an. Nichts wirkte gekünstelt. Das galt auch für die Solisten, die ihre nicht einfachen Rollen nicht nur gesanglich beherrschten.

Dass fünf Realschullehrer als Eselmumien auf die Bühne traten, verlieh dem Stück eine ganz besondere Note. Susanne Huber führte Regie. Die Lehrerband mit Anna-Maria Beck, Piano, Ralf Bäuml, E-Bass, Knut Müller, Gitarre, Tobias Neubert, Schlagzeug und Marco Zeus, Trompete, begleitete die elf Songs hervorragend. Die Melodien waren Ohrwürmer und passten gut zum Text. Christian Beck war für den Sound verantwortlich, Daniela Dötterl fürs Bühnenbild.

Die Gesamtleitung lag bei Anna-Maria Beck. Ende gut, alles gut: "Ich bin der Schönste, Stärkste und Klügste", behauptete Ritter Rost, als der den Schönheitswettbewerb gewonnen hatte. Als der Beifall nicht enden wollte, bekamen die Zuhörer den "Teddy-Song" als Zugabe. Anna-Maria Beck und Susanne Huber dankten allen, die diese Musicalaufführung ermöglicht hatten.
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