Nach einem Jahr Pause wieder Theater am Schlossberg in Waldeck
Schlossberg wieder Bühne

Bürgermeister Werner Nickl (von links), die HuK-Vorsitzenden Leonhard Zintl und Georg Wagner sowie Künstlerischer Leiter Till Rickelt und Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer (rechts) vom Landestheater Oberpfalz freuen sich auf die Theatersaison auf dem Schlossberg. Bild: hl
Kultur
Kemnath
07.04.2016
196
0

Nach einem Jahr Pause wird auf dem Schlossberg wieder Theater gespielt. Wegen des Glockengusses und der Glockenweihe für die Ägidiuskapelle war das 2015 nicht möglich.

Waldeck. Das bisher so erfolgreiche Projekt werde fortgesetzt, verkündete Georg Wagner, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins, bei einem Treffen mit Vertretern des Landestheaters Oberpfalz (LTO). Der Verzicht auf ein Theater im vergangenen Jahr sei hauptsächlich darin begründet gewesen, dass neben den genannten Ereignissen eine weitere, von großer Eigenleistung geprägte Veranstaltung einfach nicht zu leisten gewesen wäre.

Wagners Stellvertreter Leonhard Zintl ergänzte, dass die 2015 in Waldeck vom Kloster Maria Laach gegossene Glocke die bislang letzte gewesen sei, die außerhalb der Benediktinerabtei gegossen wurde. Er wies weiter darauf hin, dass sich Waldeck als Theaterort bewährt habe. Die Aufführungen in den vergangenen Jahren seien stets ausverkauft gewesen. Über 3000 Besucher zeugten davon, dass auch künftig daran festgehalten werden müsse.

Das LTO sei sehr gut in Waldeck angekommen. Die Akteure fühlten sich in der Kulisse der Burgruine auf dem Schlossberg wohl. Für sie sei es eine Freude, an historischer Stätte aufzutreten, erklärte Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer. Der gebürtige Vohenstraußer ist seit 1. April Nachfolger von Frank Kasch und überzeugt, mit dem derzeitigen Spielplan wieder eine gute Mischung aus Unterhaltung, volkstümlichen und zeitkritischen Themen mit musikalischer Note zu bieten. Mit dem "Revisor" knüpfe man an die bisher so erfolgreichen Stücke und Aufführungen auf dem Schlossberg an.

Künstlerischer Leiter Till Rickelt bezeichnete das Stück als klassische Komödie, mit der Nikolai Gogol einen Stoff satirisch aufarbeitet. Sie decke die drohende Gefahr einer amtlichen Untersuchung auf, die korrupte Bürger einer Kleinstadt derart in Panik versetzt, dass sie einen dahergelaufenen Aufschneider für den gefürchteten Kontrolleur halten.

Bürgermeister Werner Nickl dankte dem LTO für das Engagement. Das Theater auf dem Schlossberg habe sich zu einem kulturellen Höhepunkt im Kemnather Land entwickelt. Dies unterstreichen die vielen Besucher. Er freue sich darauf, eventuell wieder eine kleine Nebenrolle zugeteilt zu bekommen. Ihn faszinieren der Ausblick vom Schlossberg ins gesamte Kemnather Land und der Sonnenuntergang nach dem Theater.

Zintl dankte abschließend allen Helfern des Theaters nannte hier stellvertretend die Feuerwehr und das Rote Kreuz. Weiter sprach er auch die Firmen, die Stadt Kemnath mit dem Bauhof und die sonstigen Unterstützer an, ohne die die Aufführungen nicht möglich wären.

Zum 5. Mal TheaterDer Schlossberg war bereits Bühne für Loriot, Karl Valentin & Liesl Karlstadt, Heinz Ehrhardt und die Drei Eisbären. Dieses Jahr sind die ersten "Revisor"-Vorstellungen am 21. und 22. Juli, jeweils um 20 Uhr. Die Karte kostet 18 Euro (bis 16 Jahre: 12 Euro). Tickets gibt es bei NT-Ticket.de sowie in Waldeck bei den Hollerhöfen und in der Bäckerei Reichenberger. Das Kindertheater beginnt am Freitag, 22. Juli, um 10 Uhr. Beim Stück "Der verborgene Schatz" von Paul Maar handelt es sich um ein orientalisches Märchen nach Art von 1001 Nacht. Der Eintritt kostet 3 Euro. (hl)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.