Abschied mit Genesungswünschen

Lokales
Kemnath
22.08.2015
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Grundsätzlich war es ein freudiger Anlass, zu dem der polnische Bischof em. Kazimierz Gorny zur Familie Klante nach Kemnath gekommen war. Werner und Elfriede Klante feierten am Freitag ihre goldene Hochzeit. Aber sein Besuch wurde von einem tragischen Ereignis überschattet.

Als der Würdenträger mit seinen Begleitern am Donnerstag nach der Messe das Kloster Weltenburg besuchte, brach Werner Klante vor der Kirchenführung im Klostergarten zusammen. Nach der notärztlichen Versorgung musste er in die Uniklinik Regensburg eingeliefert werden - für alle ein großer Schock, den man ihnen bei der Frühmesse am Freitag noch anmerkte.

"Alles, was geschieht, nehmen wir aus Gottes Händen", sagte der Bischof beim Gottesdienst. Er erbat den Segen Gottes und die Hilfe der Gottesmutter Maria für Werner Klante. Professor Andreas Cypris übersetzte seine Worte für die Gottesdienstbesucher ins Deutsche.

Es war der Dankgottesdienst der Familie Klante. Gefeiert wurde sie als Votivmesse zum Hochfest Mariä Himmelfahrt in lateinischer Sprache. Maria Fick spielte die Orgel und sang die beiden Sololieder "Schwarze Madonna" und "Nimm mich in deine Arme, o Herr". Nach dem Frühstück "Beim Schinner" bedankte sich der Bischof herzlich für die Gastfreundschaft und die Hilfe der Pfarrei Kemnath für die polnischen Pfarreien. Für Elfriede Klante und ihre beiden Kinder Karin und Thomas fand er tröstliche Worte. Er versprach, für die baldige Genesung ihres Gatten und Vaters täglich Fürbittgebete zu sprechen. An den Bürgermeister Werner Nickl überreichte er Gastgeschenke.

Er hatte für ihn und seine Begleiter eine CD mit Blasmusik von vier Blaskapellen aus dem Landkreis Tirschenreuth mitgebacht. Dafür hatte auch die Stadtkapelle bekannte Blasmusikstücke aufgenommen. Nach dem Frühstück brach die Delegation nach Polen auf.

Kemnather PolenhilfeSeit 1981 gibt es die Hilfslieferungen an die Pfarrei Auschwitz. Zum Transport hatte damals Max Ponnath Lastwägen zur Verfügung gestellt. Stadtpfarrer Konrad Amschl war am Allerseelentag 2008 mit der Familie Klante zu einem Besuch gestartet. Er war beeindruckt von der unvergesslichen Reise: "Die Gastfreundschaft unserer polnischen Freunde werden wir in allerbester Erinnerung behalten."
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