Älter, aber umso länger treu

Bürgermeister Werner Nickl (links) steht weiterhin an der Spitze des CSU-Ortsverbandes. Den Einsatz der Mitglieder vor Ort lobte Kreischef Tobias Reiß (Dritter von links). Bild: wew
Lokales
Kemnath
09.03.2015
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Die Verlagerung des "Zentrums Bayern, Familie und Soziales" nach Kemnath bestimmte neben dem Rück- und Ausblick die CSU-Jahreshauptversammlung. Doch in die Freude über den Zuschlag mischten sich auch Sorgen über die Entwicklung des Ortsverbands.

Zunächst betonte Vorsitzender Werner Nickl, dass "seine" 179 Mitgliedern den größten Ortsverband im Landkreis bildeten, vor Waldsassen, Tirschenreuth und Wiesau. Nachdenklich stimmte ihn jedoch der Altersdurchschnitt von 59 Jahren. Allerdings beweise die durchschnittliche Mitgliedsdauer von rund 25 Jahren die große Verbundenheit mit der Partei. Und immerhin konnten in den vergangenen Jahren 19 "Neue" aufgenommen werden. Im Dezember 2015 feiere der Ortsverband mit einem großen Ehrungsabend 70-jähriges Bestehen, kündigte Nickl an.

Sachpolitik im Vordergrund

Im Rückblick schnitt er die Kommunalwahl an, bei der die CSU nicht nur wieder das Bürgermeistermandat errungen habe, sondern auch die größte Fraktion im Stadtrat stelle. Zwar gestalte sich die Suche nach Mehrheiten für Entscheidungen zum Wohl der Bürger manchmal, letztlich stehe aber die Sachpolitik trotz mancher Blockbildung gegen die CSU im Vordergrund.

An Veranstaltungen zählte Nickl unter anderem das Treffen mit EU-Parlamentarier Manfred Brunner, die Stammtische in Waldeck, das erfolgreiche Stodlfest und viele Sitzungen auf Orts- und Kreisebene heraus. Weitere Aktionen waren die Klausurtagung im November, Neugestaltung der Homepage, Besuche bei Faschingsgesellschaften, Winterwanderung und Planung weiterer Veranstaltungen.

Vor allem die Neuwahlen im CSU-Kreisverband am 22. Mai werfen ihre Schatten voraus. Die Kemnather selbst planen eine Fahrt nach Brüssel, Stodlfest mit Walter Kobel, Bierwanderung rund um Waischenfeld und im Herbst mit der JU die Fortführung des Energieforums. In allen Ortsteilen sind weiterhin Gespräche mit den Bürgern angedacht.

Für Kreisvorsitzenden Tobias Reiß ist die CSU in Bayern nur deshalb so stark, weil vor Ort hervorragende Arbeit geleistet werde. Die jüngsten Entscheidungen für eine Verlagerung von Landesbehörden in die Region seien ein starkes politisches Signal zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Freistaat. Laut dem von Heimatminister Markus Söder vorgelegten Bericht haben sich die Arbeitslosenzahlen im Grenzgebiet halbiert. Der nochmals verstärkte Mitteleinsatz mit der Schaffung von 50 zusätzlichen Behördenstandorten unterstütze diese Entwicklung. Für Söder sei das nördliche Bayern Handlungsschwerpunkt, was sich aus Standortentscheidungen für Waldsassen, Marktredwitz und Kemnath ablesen lasse.

So könne der feststehende Abzug der Amtsgerichtsaußenstelle mehr als kompensiert werden. Erfreulich sei auch, dass es gelungen sei, den Lernort Siemens Kemnath als Kooperationspartner der Hochschule Weiden durch eine Lösung bei der Finanzierung zu sichern.

Eine "Sternstunde"

Werner Nickl sprach bezüglich der Behördenverlagerung von einer "Sternstunde für Kemnath", die dem "echten Macher" Reiß zu verdanken sei. Die neue Behörde, die mit erheblichem Publikumsverkehr verbunden sein werde, werte er als Anerkennung der positiven Außendarstellung der Stadt.
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