Alkoholmissbrauch ist affig

Matthias Fack (Präsident des Bayerischen Jugendrings), Kreisjugendring-Chef Jürgen Preisinger, Ministerialrat Dr. Georg Walzel, Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl und Landrat Wolfgang Lippert (von links) stehen voll hinter der Aktion "Mach dich nicht zum Affen", auch wenn sie sich fürs Bild vor dem Plakat aufgestellt haben. Bild: hfz
Lokales
Kemnath
16.10.2015
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Die Botschaft an die Jugendlichen ist eindeutig: "Kontrolliere deinen Alkoholkonsum." Welche Ziele der Kreisjugendring Tirschenreuth mit seiner Aktion "Mach dich nicht zum Affen" konkret verfolgt, erläuterte Vorsitzender Jürgen Preisinger beim Stadtgespräch.

In der Veranstaltung, die unter dem Titel "Jugend & Drogen" stand (wir berichteten), führte Preisinger aus, dass die Aktion zum kritischen Nachdenken über den eigenen Konsum von Alkohol anregen solle. Sie diene zur Sensibilisierung und zur ernsthaften Überprüfung des Umgangs mit alkoholischen Getränken und der Regeln zum Alkoholkonsum, wie zum Beispiel im Jugendschutzgesetz genannt.

Der Kreisjugendring stellt zwei Roll-Ups zur Verfügung. Diese können für eine oder zwei Wochen an Schulen, Firmen, öffentlichen Einrichtungen und anderen Örtlichkeiten aufgestellt werden.

Gerade die Kindheits- und Jugendphase zeichne sich durch Ausprobieren, Experimentieren, Neugierde, Spaß am Unbekannten und Verbotenen aus, erklärte Preisinger. Kinder und Jugendliche müssten lernen, sich und ihre eigenen Stärken und Grenzen einzuschätzen sowie mit eventuellen Gefährdungen umzugehen.

"Tolle Arbeit"

In diesem Zusammenhang habe die Jugendarbeit eine bedeutende Aufgabe, bescheinigte Matthias Fack, der Präsident des Bayerischen Jugendrings. Sie fördere die individuelle und soziale Entwicklung der Mädchen sowie Jungs und stärke Kompetenzen, die zum Umgang mit Gefährdungen notwendig seien. Ebenso auf struktureller Ebene leiste die Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag und trete dafür ein, Bedrohungen zu minimieren sowie Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen.

Landrat Wolfgang Lippert und Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl dankten den Verantwortlichen in der Jugendarbeit. Gerade in der Prävention komme ihnen eine besondere und wichtige Aufgabe zu, die als sehr vorbildlich wahrgenommen werde. Beide unterstützten die Aktion. Sie zeigten sich sehr dankbar darüber, dass sich der Kreisjugendring diesem Thema in dieser Art annehme.

Ministerialrat Dr. Georg Walzel, der im Gesundheitsministerium für Drogen und Sucht zuständig ist, war begeistert von der Affen-Aktion. Genau so könne eine wirksame Alkoholpräventionskampagne aussehen. "Tolle Arbeit, die hier geleistet wird." Diese innovative Idee werde er auf jeden Fall mit nach München nehmen.

Weitere Informationen auf den Internetseiten des Kreisjugendrings unter www.kjr-tir.de
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