Alle Mann an Bord

Lokales
Kemnath
16.10.2014
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Größer als geplant fiel das Defizit für die Bayern-1-Sommerreise im August 2013 aus. Statt bei 25 000 Euro lag das Minus für die Stadt bei rund 43 000 Euro. Hans Prieschenk stachen dabei die knapp 11 000 Euro für eine Toilettenanlage ins Auge.

Laut dem Vorsitzenden des Rechnungsprüfungsausschusses sei hier das Gebot der Wirtschaftlichkeit nur bedingt beachtet worden. Bürgermeister Werner Nickl erläuterte dazu in der Sitzung am Montag, dass das Defizit "ohne Wenn und Aber" höher als erwartet ausgefallen sei. "Die zusätzlichen Ausgaben haben uns auch wehgetan." Bei der Toilettenanlage habe man sich an den erwarteten Besucherzahlen orientiert. In den Kosten seien auch Bauzäune, Leitungen und Pumpen enthalten gewesen.

Das höhere Defizit ergebe sich beispielsweise auch durch das Herrichten eines neuen Weges auf dem Gelände im Vorfeld der Sommerreise: Dieser Weg werde aber auch künftig genutzt und sei sehr sinnvoll.

Die Bürgervertreter erteilten daraufhin den Jahresrechnungen 2013 für die Stadt Kemnath sowie für die Spitalstiftung die Entlastung. Zuvor hatte der Rechnungsprüfungsausschuss unter Vorsitz von Hans Prieschenk dem Bürgermeister und der Verwaltung eine ordnungsgemäße Haushalts- und Rechnungsführung bescheinigt.

Der Stadtrat ist nun endgültig komplett. Bürgermeister Werner Nickl begrüßte per Handschlag mit Andreas Prechtl den neuen Ortssprecher für die ehemalige Gemeinde Zwergau. Der 37-Jährige ist der Nachfolger von Ludwig Lorenz, der das Amt 20 Jahre ausgeübt und auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.

Prechtl betonte, dass er sich sehr auf seine Aufgabe freue und versprach, sich in die Arbeit des Gremiums einzubringen. Nickl hob die wichtige Bedeutung der Ortssprecher heraus. Es habe sich in den vergangenen Jahrzehnten bewährt, dass ehemalige Gemeinden auf diese Weise vertreten seien, wenn es von dort keinen Stadtrat gebe.

50 000 Euro für Kooperation

Beschlossen hat das Gremium, eine "einfache Arbeitsgemeinschaft" mit der Stadt Erbendorf zu bilden. Die interkommunale Zusammenarbeit soll der Breitbanderschließung in beiden Kommunen dienen. Dabei sollen Synergieeffekte genutzt werden, um die DSL-Versorgung in den Grenzgebieten beider Städte zu verbessern. Durch die Zusammenarbeit können beide Städte den jeweiligen Förderhöchstbetrag um weitere 50 000 Euro steigern.
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