Als Pfarrer einfach super

Mit einem Ständchen überraschten die Buben und Mädchen des Kindergartens und der Eltern-Kind-Gruppe den Seelsorger.
Lokales
Kemnath
10.07.2015
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Ein großer Festtag war das silberne Priesterjubiläum nicht nur für Pfarrer Heribert Stretz (wir berichteten), sondern auch für die ganze Pfarrei. Das kam in den Grußworten deutlich zum Ausdruck.

Die Kleinen des Kindergartens St. Anna sowie der Eltern-Kind-Gruppe brachten es mit ihrem Gedicht und einem Lied auf den Punkt, in dem sie ihrem Pfarrer zuriefen: "Du bist super, du bist ideal." Dazu begleitete sie Stefanie Schrembs auf der Gitarre.

Bürgermeister Werner Nickl erklärte, dass die Menschen Stretz, der seit 20 Jahren in der Pfarrgemeinde Waldeck seelsorgerisch wirkt, längst ins Herz geschlossen haben. Sie wüssten, dass sie sich auf ihn verlassen können. Doch nicht nur für die Pfarrei, auch für die Christen im Kreiskrankenhaus und im "Haus Falkenstein" sei er der geistliche Ansprechpartner. Hier seien wertvolle Dienste und die Begleitung der Menschen in allen, meist schwierigen Lebenslagen gefragt. Der Jubilar habe viele Zeichen gesetzt, betonte Nickl. Ein Meilenstein sei die Errichtung des katholischen Kindergartens St. Anna gewesen. Damit sei eine Pflichtaufgabe der Kommune im östlichen Bereich der Stadtgemeinde Kemnath übernommen worden.

Nicht reden, handeln

Ein Seelsorger sei immer auch ein Baumeister, das habe Stretz beim Pfarrhof und bei der Kirchenrenovierung bewiesen. "Pfarrer Stretz ist kein Mann der großen Worte, er handelt lieber." Als Bewahrer der kirchlichen Tradition verstehe er es, die kirchlichen Feste immer zu etwas Besonderem werden zu lassen. Nickl dankte für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt und wünschte, dass Stretz am besten noch einmal 25 Jahre als Pfarrer erhalten bleibt.

Neben Kindergartenchefin Sabine Wende gratulierte auch Eltern-Kind-Gruppe-Leiterin Dagmar König. Sie überreichte einen Baum, auf dem sich alle Mädchen und Buben mit Hand- und Fußabdrucken verewigt hatten.

Für Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat sprach Leonhard Zintl. 1990, als der Pfarrherr zum Priester geweiht wurde, sei mit dem Fußballweltmeister-Titel ein besonders Jahr für Deutschland gewesen. Zintl zog das 10. Kapitel des Johannesevangeliums heran, in dem es heißt: "Ich kenne die meinen und die meinen kennen mich." Danach richte sich auch das Leben des Jubilars aus. Ein Priester könne nicht ohne andere Menschen leben und wirken. Das zeige sich besonders beim Leben in der Pfarrei und bei der Gestaltung der Gottesdienste.

Im Laufe der Jahre hat sich laut Zintl zwischen Stretz und den Mitgliedern der Pfarrei ein Verhältnis der Verbundenheit und Treue entwickelt. Er sei Mittelpunkt der Pfarrei ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen.

Aus der Mitarbeit in der Kirchenverwaltung weiß Zintl, was im Hintergrund an Arbeit zu leisten ist. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Feste wie Osternacht, Weihnachten oder die Prozessionen zu organisieren. Die Pfarrei sei froh, dass Stretz hier Pfarrer ist, versicherte der Redner.

Offen für Vereine

Im Namen der Vereine gratulierte Hans Lukas. Für sie habe der Geistliche stets ein offenes Ohr und Gottesdienste sowie festliche Anlässe mitgefeiert. In allen Vereinen habe er in den vergangenen 20 Jahren seine Spuren hinterlassen. Dem Wunsch des Jubilars entsprechend, haben sie auf persönliche Geschenken verzichtet. Als kleines Zeichen der Wertschätzung übergab Lukas aber eine handgeschnitzte Figur des heiligen Ägidius, Patron der ersten Waldecker Pfarrkirche auf dem Schlossberg.
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