Am "Tag des offenen Denkmals" steht Waldeck im Mittelpunkt des Interesses
Besucher erobern die Burg

Ein geschichsträchtiger Ort, die Burg in Waldeck. Der Heimat- und Kulturverein bietet am Sonntag Führungen an. Bild: hl
Lokales
Kemnath
11.09.2015
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Beim landesweiten Denkmaltag wird vom Heimat- und Kulturverein auf dem Schlossberg einiges geboten. So finden am Sonntag, 13. September, ab 14 Uhr Führungen statt. Treffpunkt ist der Pavillon im Innenraum der Burgruine.

Zum Aufstieg können die Besucher den Weg vom Parkplatz am Alten Friedhof aus nutzen. Eine weitere Möglichkeit bietet der Weg durch den ehemaligen Markt auf der Südseite und durch das Südtor.

Stelen und Kreuz

Im Vordergrund und von größtem Interesse dürfte in diesem Jahr die Ägidius-Burg-Kapelle sein. Die dortige Begegnungsstätte wurde vor Kurzem eingerichtet. Mit den Stelen und dem Kreuz am ehemaligen Standort der Kapelle bietet sich ein herrlicher Rundblick wie auch vom gesamten Schlossberg. Auf dem Glockenturm erklingt seit September die in Waldeck von Brüdern des Benediktinerklosters Maria Laach gegossene und kürzlich von Weihbischof Reinhard Pappenberger geweihte Glocke.

Die Burgkapelle war auch erste Pfarrkirche der Pfarrei Waldeck nach der Loslösung von Kastl. Die Burganlage dürfte um das Jahr 1000 entstanden sein und wurde 1124 erstmals urkundlich erwähnt.

Sie war ein bedeutendes Landrichteramt, galt als uneinnehmbar und überstand auch eine mehrmonatige Belagerung durch die Schweden im 30-jährigen Krieg. Sie wurde schließlich von General Königsmark eingenommen, aber nicht zerstört, sondern mit weiteren Befestigungen versehen. Die Übergabe erfolgte nach Überlieferung "durch Verrätherey". Ein eindeutiges Zeichen dafür ist, dass der damalige Landrichter festgenommen und in Amberg eingesperrt wurde.

Fürchterliches Feuer

Die Zerstörung der Burganlage erfolgt im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges durch Kurfürst Max Emanuel in den Jahren 1703/04. Den Rest gab der gesamten Anlage und dem Alten Markt auf dem Schlossberg eine fürchterliche Feuersbrunst im Jahr 1794. Danach wurde der Neue Markt an der jetzigen Stelle im Höritz aufgebaut.
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