Am VdK kein Vorbeikommen

Eine Ehrenurkunde und das Treueabzeichen in Gold für 30-jährige Mitgliedschaft erhielt Georg Walter aus den Händen des Ortsvorsitzenden Dieter Weber (rechts) und des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Reinhard Schön (links). Bild: jzk
Lokales
Kemnath
17.12.2014
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Dieter Weber sparte mit besinnlichen Worten. In der VdK-Weihnachtsfeier legte der Ortsvorsitzende vielmehr den Finger in die Wunde angesichts noch immer herrschender Missstände.

"Die Vergangenheit können wir nicht verändern, wohl aber die Gegenwart, denn mit unseren heutigen Taten stellen wir die Weichen für die Zukunft", betonte Dieter Weber im Foyer. Unter dem Motto "Zukunft braucht Menschlichkeit" engagierten sich 20 000 Mitglieder ehrenamtlich für die Ziele des VdK Bayern. Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Erhalt des Sozialstaates seien ihre Antriebsfedern. "1,7 Millionen Menschen vertrauen uns bundesweit", fast 645 000 haben in Bayern eine Mitgliedskarte.

Diese große Stärke sorge dafür, dass am VdK in der Sozialpolitik keiner so leicht vorbeikomme. "Welches politisches Gewicht unser Verband hat, das belegen aktuelle sozialpolitische Entscheidungen wie die Verbesserungen der Mütterrente und der Einsatz für eine bessere Pflegepolitik." Als Fürsprecher der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen habe sich der VdK zu einer Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht entschlossen. Die Angst vor Pflegebedürftigkeit sei laut Umfragen nämlich die größte Angst der Deutschen. "Das ist ein alarmierender Zustand, der seine Ursache sicher in den immer wieder bekannt werdenden Skandalen in den Pflegeeinrichtungen hat", betonte der Ortsvorsitzende.

Er habe großen Respekt vor den Männern und Frauen, die von Tür zu Tür gehen und um Spenden bitten. Dieses Geld komme Menschen zugute, die im Alter in Armut leben müssten, oder Eltern, die wegen der Pflege ihres Kindes mit Behinderung Unterstützung bräuchten. Auch werden Erholungsaufenthalte für alte und bedürftige Menschen bezahlt. "Unser Sozialverband ist offen für alle Menschen, egal wie alt oder jung sie sind, wie viel Geld sie haben oder woher sie kommen", machte Weber klar.

Bestes Resultat im Landkreis

Beim Totengedenken gedachte er Alois Dötsch, Willi Grimm, Rita Heining, Sieglinde Lehner, Gunda Pscherer, Bruno Reckenthin, Alfred Röhrich und Melanie Zwack. Sein Dank galt den Sammlerinnen Sabine Weber und Silvia Brunner für 2475 Euro bei der Herbstsammlung "Helft Wunden heilen". "Das ist das beste Sammelergebnis in unserem Landkreis", freute sich Weber. Eindringlich bat er die Mitglieder, sich zahlreicher an der Totenehrung beim Volkstrauertag zu beteiligen.

"Unser VdK Ortsverband kümmert sich in vorbildlicher Weise um seine Mitglieder", lobte Bürgermeister Werner Nickl in seinem Grußwort. Beim besinnlichen Teil der Weihnachtsfeier spielte Karl Bäuml mit seinem Akkordeon.
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