Anforderungen schrecken nicht ab

Christiana Zaglmann und Schulleiter Josef Etterer (von links) informierten die interessierten Schüler und Eltern über den M-Zug. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
07.02.2015
3
0

Der M-Zug stellt an die Schüler zweifellos höhere Anforderungen als eine Regelklasse. Dennoch sind viele Jugendliche bereit überzutreten. Christiana Zaglmann erklärte ihnen und den Eltern, welche Voraussetzungen die Mädchen und Jungs dafür mitbringen müssen.

Christiana Zaglmann ging beim Informationsabend am Mittwoch zunächst auf die Vorteile der M-Klassen ein. So brauche der Schüler die Schulart nicht zu wechseln. Er werde im Klassenlehrerprinzip mit vertrauten Unterrichtsmethoden unterrichtet. Dazu komme die verstärkte Praxis- und Berufsorientierung, die ihn gut auf die Berufswelt vorbereite, führte die M-Klassen-Lehrerin im Mehrzweckraum der Grundschule aus.

Die Aufnahme eines Mittelschülers der sechsten Jahrgangsstufe in die M 7 müssten die Erziehungsberechtigten beantragen. Kinder mit einem Notendurchschnitt bis 2,66 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch könnten problemlos wechseln. Wer schlechter als 3,0 habe, müsse an der aufnehmenden Schule in der letzten Woche der Sommerferien eine jeweils 60-minütige Aufnahmeprüfung machen. Die Aufgaben bezögen sich auf die Lerninhalte in der fünften und sechsten Klasse. Die Bewertung nähmen zwei Lehrkräfte vor. Die Aufnahmeprüfung gilt laut Zaglmann als bestanden, wenn der Durchschnitt der Zeugnis- sowie der Prüfungsnoten 2,66 betrage.

Komplexere Aufgaben

"Natürlich wird in einer M-Klasse mehr verlangt als in einer Regelklasse", erklärte sie. "Die Aufgabenstellungen seien komplexer, das Arbeitstempo sei höher. Größere Selbständigkeit, eigenständiges Erarbeiten von Themen und höhere Belastbarkeit seien Voraussetzungen für ein erfolgreiches Lernen in einer M-Klasse. Dann ging die Mittelschullehrerin auf die berufsvorbereitenden Maßnahmen ein. Neben dem Leitfach "Arbeit - Wirtschaft - Technik" (AWT) gebe es die Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales. Hier würden jeweils solide, von der Wirtschaft gewünschte Grundlagen für die Berufsausbildung vermittelt.

Zaglmann betonte, dass M-Schüler im Berufsleben aufgrund ihrer praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten leichter vermittelbar seien. In der neunten Klasse stellten sich die Jugendlichen den Quali-Prüfungen. Dadurch besäßen sie schon einen Schulabschluss, bevor sie die Mittlere Reife ablegen.

Abschließend beantwortete sie zusammen mit Rektor Josef Etterer Fragen der Eltern.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.