Attentate prägen auch den Volkstrauertag in Waldeck
Paris in den Köpfen

Bürgermeister Werner Nickl (rechts) sprach auch über das Leid, das die gegenwärtigen Flüchtlinge selbst erlebt haben. Bild: hl
Lokales
Kemnath
17.11.2015
1
0
Das Wetter passte zur Stimmung am Volkstrauertag in Waldeck. Die Attentate von Paris am Freitag waren bei allen Beteiligten gegenwärtig. Sie sind aber auch ein Grund dafür, dass der Volkstrauertag ein Gedenktag ist, der nicht so einfach übergangen werden kann.

Pfarrer Heribert Stretz hatte in seiner Predigt auf den Volkstrauertag und die Bedeutung für den Glauben hingewiesen. Die Anschläge in Frankreichs Hauptstadt ließ er in die Fürbitten einfließen.

Nach dem Gottesdienst führte ein langer Zug, angeführt von der Blaskapelle unter der Leitung von Karin Ponnath, zum Kriegerdenkmal. Die Feier begann mit einem Choral. Stretz schloss in sein Gebet die Gefallenen sowie alle Opfer von Gewalt und Terror ein. Bürgermeister Werner Nickl erinnerte an das unermessliche Leid, das Menschen über Menschen gebracht haben und noch immer bringen. Die Flüchtlinge heute hätten Krieg, Schrecken, Mord und Totschlag erlebt. Deshalb seien sie zu uns gekommen.

In Ehrfurcht vor den Toten der beiden Weltkriege, den Opfern von Gewaltherrschaft und Krieg, vor den im Dienst für die Freiheit gestorbenen Bundeswehrsoldaten sowie im Gedenken an die Opfer des Attentats von Paris legten Nickl und der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft Waldeck, Karl Reger, Kränze nieder.

Den Abschluss der Feier bildete der von der Kapelle gespielte "Gute Kamerad", bei dem die Fahnen gesenkt wurden und drei Böllerschüsse ertönten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Waldeck (2237)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.