Auf dem Weg der Besserung

Eine gute Zukunft sah Chefarzt Dr. Jürgen Jilge (Dritter von rechts) für das Kemnather Krankenhaus. Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Egginger (Achter von rechts) bat die CSU-Delegation mit Josef Krauß, Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß, Kreisrat Bernhard Söllner, Bürgermeister Werner Nickl und stellvertretendem Landrat Alfred Scheidler (von rechts) für die entsprechenden Rahmenbedingungen zu sorgen. Bild: wew
Lokales
Kemnath
24.12.2014
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Während der Rest an Heiligabend Weihnachten feiert, müssen die Mitarbeiter des Krankenhauses und der BRK-Bereitschaft sowie die Polizeibeamten Dienst schieben. Das ist eine der Kehrseiten ihrer Arbeit, dennoch zeigten sie sich beim Besuch der CSU-Mandatsträger durchaus zufrieden mit ihrer Situation.

Die Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Reiner Meier, Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler, Bürgermeister Werner Nickl, stellvertretender CSU-Vorsitzender Josef Krauß sowie Kreisrat und JU-Kreisvorsitzender Bernhard Söllner steuerten zunächst das Krankenhaus an. Vor ärztlichem Direktor Dr. Thomas Egginger, den Chefärzten Dr. Jürgen Jilge und Dr. Ludwig Hofmann sowie Pflegekräften der Fachabteilungen betonte Regionalleiter Christian Stadler den Stolz des Klinikverbunds Nordoberpfalz auf das Kemnather Haus.

Hohe Akzeptanz

Dieses habe nach dem Ausscheiden von Dr. Karl Weismeier als Chefarzt der Orthopädie eine schwierige Zeit hinter sich bringen müssen. Doch nun steigende Patientenzahlen stünden für eine hohe Anerkennung des Hauses, das mit der angestrebten Zertifizierung der Endoprothetik eine weitere Qualitätsstufe erreichen werde. Auch die Innere Medizin wird laut Dr. Jilge hervorragend angenommen, was dank des hohen Engagements aller Mitarbeiter eine positive Sicht in die Zukunft erlaube. Die Belegschaft sei sehr dankbar dafür, dass die regionalen Politiker stets ein offenes Ohr für ihre Probleme haben.

Reiß hob die herausragende Bedeutung des Krankenhauses als wichtigen Stützpfeiler der medizinischen Versorgung hervor. Er dankte auch Reiner Meier, der im Bundestag federführend für das Gesundheitswesen verantwortlich zeichne.

Dr. Egginger schilderte die enge Zusammenarbeit mit dem Medcenter Bayreuth, dessen 1000. Patient vor wenigen Tagen in Kemnath aufgenommen werden konnte (wir berichteten). Er nahm den Abgeordneten das Versprechen ab, auf organisatorischer, personeller und finanzieller Ebene die Rahmenbedingungen für eine weitere gedeihliche Entwicklung zu sichern. Dazu zählte er die Versorgung im ländlichen Raum, genügend gut ausgebildete Pflegekräfte und Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Der geforderten Qualität müsse eine angepasste personelle und wirtschaftliche Ausstattung der ortsnahen Krankenhäuser gegenüberstehen. Dabei dürften die Strukturen bei übergeordneten Organisationen oder den Krankenkassen nicht weiter aufgebläht werden, da zu wenig davon wirklich bei den Patienten ankomme.

Bürgermeister Werner Nickl zollte allen Mitarbeitern hohe Anerkennung. Die Stadt sei stolz auf "ihr" Krankenhaus, das mit seiner Ortsnähe eine spürbare Entlastung für die Familien bedeute. Alle politisch Verantwortlichen seien sich einig darin, einer überbordenden Bürokratie Einhalt zu gebieten.

Von einer hohen Belastung durch eine 45-Stunden-Woche sprachen Personalratsvorsitzenden Günther Rodler und stellvertretender Wachleiter Mike Busch von der BRK-Rettungswache. 20 ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen die 15 Hauptamtlichen in ihrem Dienst. Engpässe ergäben sich zu bestimmten Zeiten bei der Notarztversorgung. Häufig müsse der Notarztwagen aus Bayreuth, Eschenbach oder Weiden gestellt werden. In dringenden Fällen bleibe nur der Einsatz des Rettungshubschraubers.

Besonders belastend empfinden die Rettungsdienstler die häufige Doppelerfassung von Einsatzdaten durch den Notarzt und das BRK-Personal. Dies diene zwar auch der Eigensicherung, enge aber die Zuwendung für den Patienten ein. Auch die Erfassung des Einsatzablaufes über digitale Systeme erlaube zwar eine schnelle Anmeldung im angefahrenen Krankenhaus, lenke aber zu sehr vom Patienten ab. Insgesamt, so Rodler, seien die Unfallzahlen und auch die Schwere der Verletzung rückläufig.
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