Ausdrucksstarke Sängerinnen des Ensembles Kreuzer geben ergreifendes Konzert in der Kemnather ...
Klare Stimmen erheben sich zur Ehre Gottes

Lokales
Kemnath
04.07.2014
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Ein Konzert der Extraklasse bot das Ensemble Kreuzer in der Stadtpfarrkirche. Was Leiterin Brigitte Kreuzer mit ihrem dreistimmigen Frauenchor den Zuhörern bot, verdient große Anerkennung. Unter dem Motto "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes" erklang ein musikalisches Feuerwerk mit Chormusik aus Klassik, Romantik und Moderne.

Dass das Ensemble 100 Minuten lang seinen homogenen Klang und die Ausgewogenheit in allen Stimmgruppen beibehielt, ist sicherlich ein Verdienst der souveränen Dirigentin und Stimmbildnerin Kreuzer. Sie leitete mit klarer Zeichengebung, achtete bei allen Chorsätzen auf deutliche Aussprache, rhythmische Präzision, Klangschönheit und feine dynamische Abstufungen vom leisen Piano bis zum ausdrucksstarken Forte.

Meisterhafte Sopranistin

Zum Gelingen trugen auch das Streicherensemble mit zwei Violinen, Cello und Kontrabass sowie Organist Alfred Kreuzer bei. Ein Sonderlob verdient Sopranistin Elisabeth Böhnert. Sie meisterte nicht nur die verschiedenen Soli in der Messe und in den Chorstücken, sondern auch die schwierigen Koloraturen im "Halleluja" aus der Motette "Exsultate jubilate" von Wolfgang Amadeus Mozart. "Hat Gott das Lob der Menschen nötig?", fragte Monika Kunz als Sprecherin in einem ihrer vier besinnlichen Texte, die zum besseren Verständnis der Lieder beitrugen.

Schon das "Kyrie" und das "Gloria" aus der Messe in d-Moll von Peter Cornelius ließen aufhorchen, weil der Chor hier bereits schwierige polyphone Strukturen gut bewältigte. Berückend schön erklang das Engelsterzett ("Hebe deine Augen auf") aus dem Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy. Einen deutlichen Kontrast dazu bildete der rhythmisch recht anspruchsvolle Satz "Ich will den Namen Gottes loben". Anschließend standen mit dem "Ave verum corpus", Mozarts "Laudate Dominum" (mit Sopran-Solo) und dem "Panis angelicus" von César Franck drei Klassiker der Chorliteratur auf dem Programm.

Mit den Worten "Freuet euch, denn euer Lohn ist groß", endeten "Die acht Seligkeiten" von Max Eham. Von ihm, der auch andere Chor- und Instrumentalsätze für das Ensemble Kreuzer geschrieben hat, stammte zudem das ergreifende "Ave Maria". Mit dem Marienlied "Schwarze Madonna", der heimlichen Nationalhymne der gläubigen Polen, rührten die Sängerinnen manch einen Konzertbesucher zu Tränen.

Ausschnitte aus Oratorium

Tadellos spielten die Streicher die kontinuierlich fortlaufende Triolenbewegung beim besinnlichen Chorsatz "Jesu bleibet meine Freude" von Johann Sebastian Bach. Von dem sehr gläubigen Komponisten Joseph Haydn hatte Brigitte Kreuzer das Loblied "Du bist's, dem Ruhm und Ehre gebühret" und drei Ausschnitte aus dem Oratorium "Die Schöpfung" ausgewählt: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes", "Der Herr ist groß" und "Vollendet ist das große Werk". Mit dem "Halleluja" aus Georg Friedrich Händels Oratorium "Der Messias" setzten die Sängerinnen einen fulminanten Schlusspunkt.

Als nach dem gemeinsam gesungenen "Großer Gott, wir loben dich" der Beifall nicht enden wollte, dirigierte die Chorleiterin noch das "Ave Maria" von Franz Schubert und das "Ave Glöcklein" von Lüderitz als heftig beklatschte Zugaben.
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