Ausstellung in Kemnath zum Wildbestand in Bayern
Jägers Sorgenkinder

Wie ein Fall für den Zahnarzt sieht des Bibers Beißwerkzeug aus. Weil die Zähne gute Arbeit leisten und die Tiere immer mehr werden, ist der Biber eher doch ein Fall für den Jäger. Bild: hrö
Lokales
Kemnath
30.10.2014
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(hrö) Der Biberbestand im Landkreis Tirschenreuth ist explodiert: in 30 Jahren stieg er von praktisch null auf 1500 Exemplare. Das, und auch dass die Wildsauen ebenfalls überhand nehmen, berichtet eine neue Ausstellung im Kemnather Heimatmuseum. Unter anderem thematisiert die Schau die Probleme, die Naturschutz, Jäger und Grundbesitzer mit der Veränderungen in der Tierwelt haben.

Im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum will der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis Kemnath und Umgebung (HAK) mit dem Kemnather Jägern die Bevölkerung mit der Ausstellung "Die Jagd im Wandel der Zeit" auf die Veränderungen in der Natur aufmerksam machen. Bär, Wolf, Luchs und Mensch, die vier großen Beutegreifer sind im Museumsschaufenster im Turmdurchgang zu sehen. Auf die Situation des Niederwildes soll die Sonderausstellung "Unsere wilden Hühner" des Landesjagdverbandes und der Wildlandstiftung im Musiksalon (Meisterhaus) hinweisen.

Durch die zunehmende Beschneidung der Lebensräume von Auer- Birkwild, Rebhühnern, Wachteln und vielen andern Hühnervögeln, sind diese Wildarten in vielen Teilen Bayerns nicht mehr vorhanden. Wenn nicht Grundbesitzer, Jäger und Naturschützer gemeinsam die Lebensbedingungen für die Tierwelt verbessern, werden unsere Enkel kein Niederwild in freier Natur mehr beobachten können.

Die Ausstellung ist jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat zusätzlich von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Sonderführungen, auch für Schulklassen, können über info@hakkem.de gebucht werden. Der Eintritt ist frei. Spenden für den Unterhalt des Museums werden gerne entgegengenommen.
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