Authentische Zeitreise

Lokales
Kemnath
16.11.2015
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Etwas Rock, etwas Country, etwas Volksmusik - und fertig ist das Erfolgsrezept der "Schürzenjäger". Mit Alfred Eberharter senior ist nur noch ein Gründungsmitglied dabei. Dies tat der Stimmung am Samstagabend in der Kemnather Mehrzweckhalle keinen Abbruch.

"S' braucht net viel", "Großer Manitou" und natürlich der "Zillertaler Hochzeitsmarsch": Begeisterung herrschte in der Mehrzweckhalle. Auf der Bühne standen die "Schürzenjäger" und präsentierten den rund 400 Zuhörern zweieinhalb Stunden eine, mitreißende und kurzweilige Musik-Mischung. Von den Gründungsmitgliedern der "Zillertaler Schürzenjäger" - die bereits 1992 auf der Kemnather Bühne standen - war zwar nur noch Alfred Eberharter dabei, dies sollte aber der guten Laune keinen Abbruch tun. Alle Musiker verstanden ihr Handwerk bestens - egal, ob als Sänger oder Instrumentalist - und hauchten den gut 30 Liedern des Abends "Schürzenjäger"-Authentizität ein. Gute vier Jahrzehnte ist es her, dass Alfred Eberharter, Peter Steinlechner und Willi Kröll eine besondere Musikgruppe gegründet hatten - die "Zillertaler Schürzenjäger". 2007 offiziell aufgelöst, hat Gründungsmitglied Eberharter seit einigen Jahren eine Band um sich versammelt, die mit Fug und Recht als die Nachfolger der legendären "Schürzenjäger" gelten. Am Samstagabend war "Schürzenjägerzeit". Die Zuschauer - darunter echte "Hardcore-Fans" mit entsprechender "Schürzenjäger"-Kluft - ließen sich von der Musik anstecken.

Neben den "Klassikern" wie "Logo logo" oder "Jodelautomat" waren auch neue Lieder wie "Feiertag" oder "Laut" dabei. Die Besucher aller Altersklassen gingen mit, strecken die Hände nach oben, klatschen, schunkelten und tanzten. Neben dem Gründungsmitglied standen dessen Sohn sowie eine durch und durch hervorragend aufgelegte Combo in Kemnath auf der Bühne: Sänger und Frontmann Stevy Wilhelm, Sänger Hannes Hintersteiner an der Akustikgitarre, Bassist Andy Marberger, Georg Daviotis an der E-Gitarre und eben Eberharter senior an der Steirischen sowie Eberharter junior am Schlagzeug.

Die Darbietung war keine reine Kopie der "Ur-Schürzenjäger" - das Konzept wäre wohl so auch nicht aufgegangen. Vielmehr wurden eigene musikalische Akzente gesetzt und das Bewährte mit dem Modernen verbunden. Und zum Schluss - auch da wurde die Tradition hochgehalten - erklangen jene Verse, die von den "Schürzenjägern" populär gemacht wurden: "Wenn die Arbeit getan und der Abend Friede nur kennt, schau'n die Menschen hinauf, wo die Sierra im Abendrot brennt. "
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