Bis dato ist der Wasserzweckverband Neunaigen/Kemnath schuldenfrei und hat zu Beginn des Jahres 2015 noch Rücklagen in Höhe von rund 70 000 Euro. Doch die werden angesichts der anstehenden Investitionen bald
Bald Ebbe in der Wasser-Kasse

Das Wasserwerk soll einem Neubau weichen, dessen Kosten auf rund 160 000 Euro geschätzt werden. Bild: seb
Lokales
Kemnath
01.12.2014
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aufgebraucht sein.

(seb) Diese Einsicht gewannen die Verbandsräte bei der Jahresabschlussversammlung, nachdem Vorsitzender Vitus Bauer in seinem Rechenschaftsbericht zum Jahr 2014 die angefallenen und künftigen Kosten aufgelistet hatte. Ferner stellte Verwaltungsfachwirt Bernhard Praschel den Haushaltsplan 2015 vor, der ein Volumen von knapp über 100 000 Euro hat.

Kostenträger unklar

Laut den Ausführungen des Vorsitzenden summierten sich die Kosten für die Verlegung der Wasserleitung wegen der Biogasanlage auf fast 100 000 Euro. Deren Kostenträger seien aber gerichtlich noch nicht festgestellt. Weitere einschneidende Ausgaben sind gemäß den Schätzungen des Technikexperten Stefan Ott von der zuständigen Verwaltungsbehörde Wernberg/Köblitz der Wasserleitungsbau in der Ebensberger Straße in Kemnath in Höhe von rund 60 000 Euro und die Planung sowie der Neubau des Wasserwerks in naher Zukunft, der etwa 160 000 Euro teuer ist. Letzteres Projekt muss ebenfalls demnächst in Angriff genommen werden, will der Zweckverband weiterhin die wasserrechtliche Versorgung seiner Mitglieder vom Wasserwirtschaftsamt erhalten. Angesichts solcher Belastungen fragte sich Bürgermeister Georg Butz, warum nicht schon im neuen Haushalt für diese Projekte Finanzmittel auftauchen. Er regte an, in einer baldigen Sondersitzung einen Finanz-plan zu erstellen, was auch einstimmig angenommen wurde. Eine Erhöhung des Wasserpreises und Verbesserungsbeiträge stehen dann zur Debatte. In der gleichen Sitzung will man auch eine Lösung für die Löschwasserbereitstellung in Mertenberg finden.

In diesem Zusammenhang wurde auch eine Unstimmigkeit zwischen der Feuerwehr Kemnath mit ihrem Dienstherrn, dem Schnaittenbacher Bürgermeister Josef Reindl, an der Spitze und dem Vorsitzenden des Zweckverbands, Vitus Bauer, ausgeräumt. Letzterer solle mangels Information das Befüllen einer Löschwasserzisterne mit 160 Kubikmetern Wasser aus dem Hydranten als "Wasserdiebstahl" bezeichnet haben, was Reindl zu einer Klarstellung veranlasste. Zum Brandschutz in Mertenberg brauche man zusätzliches Löschwasser, da der Druck im Hydranten viel zu gering sei.

Vergleichsweise geringfügig

Angesichts der zu tätigenden Investitionen fallen einige Ausgaben des abgelaufenen Jahres vergleichsweise geringfügig aus. Gemäß den Ausführungen des Vorsitzenden kosteten drei Wasserrohrbrüche und Schieberauswechslungen in Kemnath etwa 12 000 Euro, der Austausch weiterer Funkwasserzähler 5500 Euro und Reparaturen an Geräten rund 1000 Euro. Der Wasserpreis liegt nach wie vor bei 0,97 Euro pro Kubikmeter. Schließlich wurde noch eine Satzungsänderung bezüglich einer Grundgebühr beschlossen, die nach dem Nenn- beziehungsweise Dauerdurchfluss in den Wasserzählern berechnet wird.
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