BRK-Bereitschaft im Juni in Elmau gefordert - Anfallende Einsatzstunden ohne Ehrenamtliche ...
G 7-Gipfel ein zusätzlicher Kraftakt

Bereitschaftsleiter Markus Heining kündigte umfangreiche Schulungen zum Digitalfunk an. Bild: wew
Lokales
Kemnath
13.03.2015
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Über mangelnde Arbeit konnte sich die BRK-Bereitschaft im vergangenen Jahr nicht beschweren. Doch eine besondere Herausforderung wird laut Leiter Markus Heining der Einsatz beim G 7-Gipfel am 7. und 8. Juni in Elmau darstellen. Dieser werde die Kräfte aller eingesetzten Hilfsorganisationen besonders fordern.

Von 98 Mitgliedern seien 45 ständig aktiv, berichtete Heining in der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe. Taktischer Leiter Harald König gab zu bedenken, dass die 2314 Helferstunden bei 45 Absicherungen ohne die verstärkte Beteiligung aller Ehrenamtlichen kaum mehr leistbar seien. Alleine das Kemnather Open Air erforderte 305 Einsatzstunden. Dazu kämen nahezu 4000 Stunden im Rettungsdienst, der ohne die Freiwilligen nicht aufrechterhalten werden könne. Für den Sozialdienst betreute Bernhard Philipp mit seinem Team 1176 Blutspender in Kemnath und Neusorg. Sein Dank galt hier auch den Kommunen für die Bereitstellung der Schulen.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Heining an Ausflüge und Besichtigungen. Die Vorträge über Diabetes, Bluthochdruck und Akupunktur mit hochkarätigen Referenten habe die Bevölkerung sehr gut angenommen. Ein Qualifikationskurs für Rettungsdiensthelfer, Infoveranstaltung zur neuen Rettungsdienstnummer 112 und die Aktion "Drücken macht stark" im Kreistag sowie bei Kommunalpolitikern habe ein neues Bewusstsein für die Bedeutung der eigenen Möglichkeiten schneller Hilfe bei Erkrankungen oder Unfällen geschaffen.

Die Spezialeinheit CBRNE (chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosionsgefährdete Stoffe) habe sich in 24 Übungen auf die Entgiftung Verunfallter vorbereitet. Auch beim Ferienprogramm sei die BRK-Bereitschaft ebenso im Einsatz gewesen wie beim Rotkreuz-Aktionstag in Mitterteich. Weiterhin stehen die Einführung des Digitalfunkes mit umfangreichen Schulungen sowie die notwendige Anschaffung eines neuen MTW-Fahrzeuges an.

Jugendrotkreuz-Leiterin Kristina Konz zeigte sich stolz auf eine äußerst aktive Gemeinschaft, die sich in 2179 Gruppenstunden ausbilden ließ. Unvergesslich blieben Ausflüge ins Kletterparadies am Untreusee, ein Sicherheitstag zum Ferienprogramm sowie die dreitägige Reise nach Solferino zu den Ursprüngen der Rotkreuzbewegung. Im laufenden Jahr werden drei Gruppen aus Kemnath am Jugendrotkreuz-Wettbewerb teilnehmen.

BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl dankte den Kemnathern für ihre große Eigeninitiative, mit der die vielfältigen Aufgaben des Roten Kreuzes den Menschen nahe gebracht werden. Gerade im westlichen Landkreis sei das Wirken der BRK-Gemeinschaften besonders stark ausgeprägt und im Bewusstsein aller Bevölkerungsgruppen verankert. Die starke Entwicklung des Jugendrotkreuzes lasse eine gesicherte Zukunft der Bereitschaft Kemnath erkennen.

Aktionstag wiederholen

Bürgermeister Werner Nickl betonte wie seine Kollegen Günther Kopp aus Kulmain und Josef Hecht aus Immenreuth die Bedeutung der Rotkreuzgemeinschaft für die Sicherheit der Bürger. Die Betreuung durch Helfer vor Ort, Erste-Hilfe-Kurse, Absicherungen bei Veranstaltungen und Einsätze im Bereich des Rettungsdienstes seien ohne ehrenamtliches Engagement undenkbar. Nickl bat darum, den erfolgreichen Aktionstag "Gesund und sicher" zu wiederholen. Er sei stolz auf die lebendige Gemeinschaft und deren Sorge um die Sicherheit der Bevölkerung.
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