Die Welt der Musicals zu Gast in Kemnath
Fast wie im echten Theater

Lokales
Kemnath
31.01.2015
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"König der Löwen", "We will rock you" und "Phantom der Oper" waren die wohl bekanntesten Musicals, aber bei weitem nicht die einzigen, die am Donnerstag in der Mehrzweckhalle anklagen. Das beste aus 20 Erfolgsmusicals versprach "The World of Musicals". Acht Solisten verwandelten die nüchterne Sporthalle tatsächlich für zweieinhalb Stunden in ein Musicaltheater.

Musicals verbinden Generationen - so war es auch bei den knapp 600 Besuchern in Kemnath: Musikfreunde quer durch alle Altersklassen erlebten bekannte Melodien und tänzerischen Einlagen. "Best of"-Musical-Shows gibt es mittlerweile wie den sprichwörtlichen Sand am Meer, mal kaum gelungen, mal durchaus faszinierend. Der Abend in Kemnath gehörte zur letzteren Sorte, trotz erwartbarer der Abstriche bei Bühnenbild und Musik aus der Konserve. Umso erfreulicher war, dass die frischen Live-Stimmen der je vier Frauen und Männer professionellen Ansprüchen genügten, ihnen Spielfreude anzumerken war und sie auch choreographisch Akzente setzten.

Schon beim ersten Musical - "König der Löwen" - und den drei Liedern "Circle of Life", "Can you feel the Love tonight" sowie "Shadowland" wurde deutlich, dass man die Sänger gerne auf ihrer Reise in die Welt der Musicals begleiten möchte: Anna McGarahan, Ben Alyn Francis, Katherine Glover, Richard Mark Jones, Sophie Nicholls, Michael Rees, Tinuke O'Yediran und Simon Loughton setzten geballte musikalische (Wo-)Manpower ein. Knapp zweieinhalb Stunden, inklusive einer kurzen Pause, folgte Musical auf Musical - "Tarzan", "Mamma Mia", "Wicked", "Cats", "Les Misérables" und mehr. Dargeboten wurden die Lieder solo, als Duett oder vom mehrköpfigen Ensemble. Entstanden sind auch neue Interpretation wie der vierstimmige Frauengesang bei "Ich gehör nur mir" ("Elisabeth"), die den Liedern eigenen Charme verliehen. Unfreiwillig komisch wirkten allerdings ins Deutsche übersetzte Lieder wie "Totale Finsternis" ("Tanz der Vampire") oder "Nur ein Tag" ("Wicked").

Zu den Höhepunkten gehörte sicher der Ausschnitt aus der "Rocky Horror Show", der mit Verve und Mut zur (unvermeidlichen) Freizügigkeit gesungen und gespielt wurde. Den langen Applaus belohnten die Künstler mit Zugaben aus "Dirty Dancing" und "Blues Brothers"
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