Digitale Kompositionen

Lokales
Kemnath
08.10.2015
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Die Werke von Rainer Sollfrank bürgen seit Jahrzehnten für künstlerische Qualität. Seine Kunst gibt es auch abseits der Malerei, Fotografie oder Zeichnung - nämlich digital.

Ungewöhnliche Einsichten und Perspektiven sind es, die in den kommenden Wochen in der Raiffeisenbank vermittelt werden: Unter der Überschrift "Anblicke - Verdichtet" zeigt Rainer Sollfrank einen Ausschnitt seiner digitalen Werke - aus der Feder von Margarete Friedrich aus Waldeck stammen die Kurzgedichte dazu. Im Beisein zahlreicher Gäste eröffnete die Ausstellung am Dienstagabend.

Mit den digitalen Collagen hat Sollfrank eigene Wege der Abstraktion beschritten: "Unter dem Begriff abstrakt verstehe ich gegenstandslose Kompositionen, die keine Assoziationen mit der Realität zulassen. Formen und Farben erhalten eine eigene Autonomie und eine bildimmanente Logik." Heute werde die Abstraktion bevorzugt für Bilder gebraucht, in denen noch Anklänge an Gegenstandsformen vorhanden seien. "So ist es vielleicht auch verständlich, dass ich beim Erstellen meiner Bilder nie von einem Titel ausgehe, der vorher gefasst wurde.

Ich lasse mich leiten, ja manchmal kann es sein, dass nicht ich das Bild male, sondern das Bild mich", betonte Sollfrank. Da alle Bilder der Ausstellung digital geschaffen worden waren, sei es für ihn nahe liegend, eine Synthese von Malerei und Fotografie anzustreben.

Bereicherung für Ausstellung

Der Schwerpunkt liege dabei immer auf der Komposition. Sein Dank galt Margarete Friedrich: Ihre Texte seien eine große Bereicherung für die Ausstellung. Ihr gebühre große Anerkennung für ihr literarisches Talent und Einfühlungsvermögen.

Raiffeisenbank-Vorstand Albert König hob in seiner Begrüßung das künstlerische Talent und Schaffen Sollfranks besonders hervor. "Sie haben sich einen Namen geschaffen, so dass man Sie nicht weiter vorstellen muss", sagte König. Bürgermeister Werner Nickl führte aus, dass die Ausstellung wieder einmal den absoluten Kunstverstand und die perfekte Technik Sollfranks vor Augen führe. Gleiches gelte für das lyrisch-literarische Geschick von Margarete Friedrich. "Die Stadt Kemnath kann wirklich stolz sein auf ihre regionalen Künstler", sagte Nickl.

30 Bilder sind es, die gezeigt werden. Sie tragen Titel wie "Haute Couture", "Weg zum Licht", "Absturz eines Mobiles", "Demontage" oder "Verschiebung nach rechts". Einen zusätzlichen Reiz bekommt die Ausstellung durch die Kurzgedichte von Margarete Friedrich aus Waldeck, die zu jedem der ausgestellten Werke die passenden Zeilen verfasst hat.
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