Ein Fall für den Broadway

Lokales
Kemnath
20.12.2014
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Schüler und Lehrer der Realschule bewiesen kurz vor Weihnachten ihre musikalische Ader. Ihrer fruchtbaren Kooperation entsprang das Musical "The Grinch" als reine Eigenproduktion. Befürchtungen einiger Zuschauer in der Turnhalle bestätigten nicht.

In eine Musicalbühne verwandelte sich die Realschulturnhalle bei den Aufführungen des Weihnachtsmusicals "The Grinch". "Dabei handelt es sich um die Uraufführung einer schulischen Eigenproduktion", betonte Realschuldirektor German Helgert bei der Begrüßung. Die Handlung basierte auf dem Roman "Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat" von Theodor Seuss Geisel. Die Lehrer schufen eine neue Version mit einer ganz eigenen Inszenierung.

Eigene Kompositionen

Diese entstand durch die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen und Klassen. Das Drehbuch schrieb Miriam Dierlmeier. Sie bewährte sich zudem als einfallsreiche Regisseurin. Anna-Maria Beck, bekannt als hervorragende Pianistin, brachte bei diesem Musical ihr Kompositionstalent zur Geltung. Aus ihrer Feder stammten die Songs für die Solisten und den Chor sowie die Begleitung für die Lehrerband. Mit großer Umsicht leitete sie die Aufführung vom Piano aus. Die fantasievollen Kulissen schuf Yvonne Polsfuß mit der Klasse 7b.

"Alles in englischer Sprache", seufzten manche Zuschauer vor der Vorstellung. Aber alle Akteure sprachen und sangen so deutlich, dass man dem Handlungsverlauf mühelos folgen konnte. Dazu trat immer wieder ein Erzähler (Yannik Häupler, 10e) auf. Die Handlung war ganz nach dem Geschmack der großen und kleinen Zuschauer. Sie gefiel auch den Mittelschülern, die Dank der Kooperation beider Schulen eine Vorstellung miterlebten.

Der Grinch, ein verbitterter Bewohner der Stadt Whoville, kann mit Weihnachten überhaupt nichts anfangen. In seinem Song "The Grinch" verrät er seine Absicht, den Mitbewohnern, den Whos, das bevorstehende Weihnachtsfest gründlich zu vermiesen. Er verkleidet sich als Weihnachtsmann und seinen Begleiter, den Hund Rudy, als Rentier. Mit dem "Gingerbread Rap" warnt der Lebkuchenmann (Isabell Frazier, 6c) die Whos vor den schrecklichen Absichten des Grinch. Trotz eines geglückten Täuschungsmanövers misslingt dessen hinterhältiger Plan. Am Ende versöhnt er sich mit seinen Mitbewohnern, lässt sich von ihrer Weihnachtsfreude anstecken und stimmt in ihren Weihnachtsjubel ein.

Die Zuschauer gingen von Anfang an begeistert mit. Schon der erste Song, bei dem sich die Whos als lebensfrohe Wesen vorstellten, zündete und ließ den Funken überspringen. Der Chor bot eine Spitzenleistung. Man merkte den 19 Sängern ihre Freude an. Das galt auch für die Solisten, die ihre Rollen nicht nur gesanglich, sondern auch darstellerisch hervorragend beherrschten. Besonders der Grinch (Kevin Kokocinski, 10f), der in einem giftgrünen Kostüm auftrat, riss die Zuschauer immer wieder zu Beifallstürmen hin. Umwerfend komisch war auch sein Hund Rudy (Tobias Steger, 10e). Gut besetzt waren die Familienrollen von Vater (Lukas Kutzer, 7e), Mutter (Lea Dietl, 9f),Tochter Cindy Lou (Jessica Geringer, 9f) und Sohn Peter (Bastian Schmidt, 6a). Dazu kamen die fantasievollen Kostüme, die Simone Schatke genäht hatte.

Nach jeder Szene gab es stürmischen Applaus. Als der letzte Song "More than Presents" verklungen war, dankten Anna-Maria Beck und Miriam Dierlmeier allen, die diese Musical-Aufführung ermöglicht hatten. Angefangen von Requisite, Bühnentechnik, Licht, Technik, Flyer, Plakate und Programmheft bis hin zum Catering. Alles war perfekt organisiert. Ein besonderes Lob verdient die Lehrerband mit Anna-Maria Beck (Piano), Simon Wächter (10f, Schlagzeug), Ralf Bäuml (E-Bass) und Knut Müller (Gitarre). Als der Schlussapplaus nicht enden wollte, gab es den ersten Song "We are the Whos" als Zugabe.
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