Eine "faire" Stadt

Luzia Söllner, Heidrun Schelzke-Deubzer, Anita Schraml, Alfred Kick, Susanne Schiller und Stadtpfarrer Konrad Amschl (von links) freuten sich über die Ernennung Kemnaths zur Fairtrade-Stadt und besprachen grundlegende Fragen zur Auszeichnungsfeier. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
26.09.2015
30
0

Kemnath ist nicht nur das "Tor zur Oberpfalz", sondern auch Fairtrade-Stadt. Jetzt laufen die Vorbereitungen für die Auszeichnungsfeier an, bei der die Urkunde verliehen wird.

Die erfreuliche Nachricht erhielten diese Woche Alfred Kick, der Sprecher der Steuerungsgruppe, und Susanne Schiller, die Ansprechpartnerin bei der Stadt. Für den Erwerb dieses Titels muss eine Stadt fünf Kriterien erfüllen: Der Stadtratsbeschluss und die Gründung einer Steuerungsgruppe sind bereits abgehakt.

Darüber hinaus müssen pro Jahr mindestens vier Berichte in den Medien über das "faire Engagement" erscheinen. Außerdem müssen drei Geschäfte und zwei Gastronomiebetriebe an der Kampagne teilnehmen, die jeweils mindestens zwei Produkte aus Fairem Handel anbieten. Auch eine Schule, ein Verein und eine Kirchengemeinde sind mit einzubinden. Jeder, der mitmacht, profitiert von der gemeinsamen Vermarktung.

Jeder Vierte macht mit

"80 Geschäfte und Vereine wurden angesprochen", berichtete Alfred Kick in der Sitzung der Steuerungsgruppe im Pfarrheim. Davon haben 18 zugesagt, mitzumachen. Obwohl die Meldefrist bereits verstrichen ist, werden bis zum 1. Dezember weitere Anmeldungen entgegengenommen. Teilnehmen können zudem Feuerwehren und Vereine, die auf Festen faire Produkte verkaufen. Auch Anbieter von regionalen und saisonalen Produkten können sich der Fairtrade-Aktion anschließen.

Ein Prüfungsgremium von Fairtrade Deutschland nahm die Kemnather Bewerbung genau unter die Lupe. Nachdem alle Voraussetzungen erfüllt waren, stand einer Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt nichts mehr im Wege. Die feierliche Urkundenübergabe soll nun genutzt werden, um auf das Engagement der Kommune aufmerksam zu machen. Die Bürger sollen über die verschiedenen Aktionen um das Thema Fairer Handel umfassend informiert werden. Außerdem bildet die Feier einen geeigneten Rahmen, um den gemeinsamen Erfolg zu feiern und allen Beteiligten für ihren Einsatz zu danken.

Über die Gestaltung dieser Feier machten sich in der Sitzung neben Alfred Kick und Susanne Schiller Stadtpfarrer Konrad Amschl, Luzia Söllner, Heidrun Deubzer-Schelzke und Anita Schraml Gedanken. Es soll ein Flyer erstellt werden, auf dem alle beteiligten Geschäfte, Vereine und Institutionen aufgeführt sind. Eine kleine Gruppe wird ein Logo entwerfen, das Verbindung zwischen der Fairtrade-Stadt Kemnath und dem Fairen Handel hergestellt. Eine Planungsgruppe soll ein attraktives Rahmenprogramm zusammenstellen.

Feier nächstes Jahr

Bis zur nächsten Sitzung am 2. Dezember um 19.30 Uhr im Pfarrheim werden weitere kreative Ideen gesammelt. Ein genauer Termin für die Feier steht noch nicht fest. Möglicherweise wird sie in der Fastenzeit im Februar oder März 2016 im Foyer über die Bühne gehen.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.