Erinnerungen in Bildern

Johann Spörrer (am Projektor sitzend) und Rainer Sollfrank (stehend) zeigten den Senioren im Pfarrheim einen Film über den Altlandkreis Kemnath. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
15.11.2014
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Wie doch die Zeit vergeht. Bilder von früher machen das einem immer wieder bewusst. Dass auch 50 Jahre schnell vorbei sein können, führten Johann Spörrer und Rainer Sollfrank den Senioren vor Augen.

Ungewöhnlich viele Gäste waren zum Seniorentreff ins Pfarrheim gekommen, um den Film über den Altlandkreis Kemnath anzuschauen. Er stammte aus der Reihe des Bayerischen Rundfunks "Die bayerischen Landkreise". Johann Spörrer und Rainer Sollfrank hatten den Streifen von 1963 mitgebracht.

Ausgehend vom 736 Meter hohen Armesberg, schwenkte die Kamera zunächst über den Steinwald mit seinen bizarren Felsformationen, den Anzenstein und den Waldecker Schlossberg. Es folgten Außenaufnahmen von den Kirchen in Waldeck und Oberndorf. Von der Stadtpfarrkirche mit der Turmdurchfahrt, die früher als Stadttor diente, waren Außen- und Innenaufnahmen zu sehen, ebenso die Friedhofs- und Kalvarienbergkirche sowie die Grabenkapelle. Der Ortsname Kemnath wurde mit "Die warme Stube" gedeutet.

Hervorgehoben wurde der Zuwachs an Einwohnern nach 1945, deren Zahl von 1500 auf über 3000 emporschnellte. Bis dahin war das Ackerstädtchen agrarwirtschaftlich geprägt und bekannt durch seine Vieh- und Schweinemärkte.

Milchhof und Spinnerei

Auf dem Marktplatz wurde 1963 die Pestsäule mit der Statue des Märtyrers Sebastian noch von zwei Brunnen eingerahmt. Weitere Szenen zeigten die Erweiterungsbauten des Kreiskrankenhauses und der Realschule. Natürlich spielten auch der Milchhof, die Spinnerei Meiler, die Firma Siemens und das 1637 gegründete Brauhaus Kemnath im Film eine wichtige Rolle. Der Altlandkreis profitierte von der Ansiedlung der Firma Markgraf in Immenreuth, vom Steinbruch in Schurbach und von der Firma Thomas am Kulm, einem Zweigwerk der Firma Rosenthal. Die Schlösser in Kaibitz und Wolframshof wurden ebenso gezeigt wie die Kirche in Kastl und Ebnath am Fuße der Kösseine. Eingestreut waren Naturaufnahmen von der Fichtel- und Haidenaab und der Kemnather Senke. Der Film endete mit Szenen vom Kemnather Heimat- und Wiesenfest.

Für die Senioren war der Film sehr aufschlussreich, denn sie kannten "Kemnath vor 50 Jahren" noch aus ihrer Kinder- und Jugendzeit. In manchen Szenen erkannten sie einzelne Personen, die inzwischen längst verstorben sind. Zugleich wurde ihnen bewusst, welch rasante Entwicklung Kemnath in den vergangenen 50 Jahren genommen hat.

Elke Burger dankte Johann Spörrer und Rainer Sollfrank mit einem kleinen Präsent. Die beiden versprachen, beim Seniorentreff auch noch andere Filme vorzuführen.
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